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Der Flughafen sprach bei Twitter von einem nicht näher erläuterten «Zwischenfall». Foto: Michel Van Bergen

Der Flughafen sprach bei Twitter von einem nicht näher erläuterten «Zwischenfall». Foto: Michel Van Bergen

Luftverkehr

Teilevakuierung und Festnahmen am Amsterdamer Flughafen

Schwerbewaffnete Sicherheitskräfte versperren den Zugang zum Flughafen Schiphol, Passagiere werden weggeschickt. Bei dem Großeinsatz gibt es einige Festnahmen, erst nach Stunden folgt Entwarnung. Manche Fragen bleiben offen.

Amsterdam. Ein Großeinsatz der Polizei mit mehreren Festnahmen am Amsterdamer Flughafen Schiphol hat in der Nacht für Aufsehen gesorgt. Das Flughafengebäude wurde teilweise geräumt und erst nach stundenlanger Sperrung wieder freigegeben.

Sprengstoffexperten durchsuchten das Gepäck einer festgenommenen Person, fanden darin aber nichts Explosives, wie ein Polizeisprecher sagte. Fernsehreporter berichteten über die vorübergehende Festnahme weiterer Verdächtiger, die Polizei wollte sich dazu aber zunächst nicht äußern.

Auf der Twitter-Seite des Flughafens war von einem nicht näher erläuterten "Zwischenfall" die Rede. Der Auslöser für den Großeinsatz und die genauen Hintergründe der Festnahmen blieben zunächst unklar.

Der Luftverkehr wurde von der Aktion nicht beeinträchtigt. Auch Züge, Busse und Taxis konnten nach Flughafenangaben weiter fahren. Um zwei Uhr morgens wurde endgültig Entwarnung gegeben: Sämtliche Flughafenbereiche seien wieder zugänglich, hieß es.

Die teilweise Evakuierung hatte vor dem Hintergrund der Brüsseler Anschläge Befürchtungen geweckt, es könnte sich um einen Anti-Terror-Einsatz wegen akuter Bedrohungslage handeln. Am 22. März hatten islamistische Selbstmordattentäter am Flughafen und in einer U-Bahn-Station der belgischen Hauptstadt mehrere Bomben gezündet und 32 Menschen mit in den Tod gerissen.

Der Amsterdamer Flughafen Schiphol hat als größter Airport der Niederlande fünf Start- und Landebahnen. Mit 58 Millionen abgefertigten Passagieren und 1,6 Millionen Tonnen Fracht (2015) gehört er zu den größten Drehkreuzen in Europa.

dpa


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