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Deutschland/Welt Täter von Baton Rouge suchte sich gezielt Polizisten aus
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23:16 18.07.2016
Trump twitterte: «Wie viele Angehörige der Strafverfolgungsbehörden und Leute müssen sterben, weil es unserem Land an Führung mangelt? Wir fordern Recht und Ordnung.» Foto: Justin Lane
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Baton Rouge

Der Tod von drei Polizisten in der US-Stadt Baton Rouge war nach ersten Erkenntnissen der Polizei ein geplantes und strategisch vorbereitetes Attentat. Der Fokus des Schützen habe ganz klar auf Polizisten gelegen, teilte die Polizei mit.

Er sei mehrere Tage vor der Tat in die Stadt gereist. Einen Zusammenhang mit der in den USA seit Wochen teils gewalttätig geführten Auseinandersetzung über Polizeigewalt bestätigte die Polizei nicht direkt.

Der Täter hatte am Sonntagmorgen (Ortszeit) in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana das Feuer auf mehrere Polizisten eröffnet und drei von ihnen getötet, darunter einen Schwarzen. Drei weitere wurden verletzt. Einer von ihnen kämpfe um sein Leben. Ein anderer müsse sich mehreren Operationen am Oberarm unterziehen. Der Schütze wurde schließlich von Polizisten getötet.

Die Sicherheitsbehörden identifizierten ihn als einen 29-jährigen Schwarzen aus Kansas City (Missouri). Das liegt mehr als 1200 Kilometer von Baton Rouge entfernt. Wie das Pentagon mitteilte, war er früherer Angehöriger der US-Marines. Er diente fünf Jahre lang als Spezialist für Datennetzwerke - davon gut ein halbes Jahr im Irak.

Nach Angaben des Polizeichefs von Baton Rouge, Mike Edmonson, berichtete ein Anrufer der Polizei am Sonntag gegen 8.40 Uhr, dass ein schwarz gekleideter, maskierter Mann mit einem Gewehr eine Straße entlang gehe. Zwei Minuten später seien Schüsse gefallen, die Polizisten seien weitere zwei Minuten darauf zu Boden gegangen. Um 8.48 Uhr sei der Schütze getötet worden.

Die Lage in Baton Rouge ist seit Tagen angespannt: Dort war am 5. Juli der Afroamerikaner Alton Sterling von Polizisten erschossen worden, während er am Boden lag. Das und tödliche Polizeischüsse auf einen weiteren Schwarzen in Minnesota hatten in den USA Proteste gegen Polizeigewalt ausgelöst.

Die Tat von Baton Rouge habe nichts mit Gerechtigkeit für Alton Sterling zu tun, sagte der Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, John Bel Edwards. "Es ist das reine, pure Böse."

In der Nacht zum 8. Juli erschoss in Dallas am Rande einer Demonstration ein schwarzer Ex-Soldat fünf Polizisten. Er verschanzte sich in einem Gebäude und gab nach Angaben der Polizei an, er sei wegen des Todes der zwei Schwarzen in den Tagen zuvor aufgebracht gewesen und habe weiße Polizisten töten wollen. Die Polizei tötete ihn mit einem Sprengsatz.

Das Motiv des Täters blieb zunächst unklar. Er sprach Berichten zufolge in einem YouTube-Video unter einem Pseudonym von einer Revolution im Sinne der Schwarzen-Bewegung in den USA. Dafür sei es nötig, Blut zu vergießen.

dpa

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