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Blick über Tripolis: Während in Tripolis und Bengasi Milizen kämpfen, will ein neu gewähltes Parlament Libyen wieder auf den demokratischen Weg bringen.

Blick über Tripolis: Während in Tripolis und Bengasi Milizen kämpfen, will ein neu gewähltes Parlament Libyen wieder auf den demokratischen Weg bringen. © Sabri Elmhedwi

Konflikte

Syrischer Bürgerkrieg provoziert Unruhen im Libanon

Die Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und dschihadistischen Milizen aus Syrien im Grenzort Arsal rufen Unruhen im Rest des Landes hervor. Mindestens acht libanesische Soldaten wurden bei einem Angriff durch Bewaffnete am Dienstagmorgen in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripolis verletzt.

Beirut. t. Die Angreifer attackierten einen Bus der Armee im sunnitischen Viertel Bab al-Tabnah, berichtete die Zeitung "The Daily Star" am Dienstag. Laut der Zeitung wurde bei den Unruhen ein achtjähriges Mädchen getötet.

Bereits in der Nacht war es in Tripolis zu Unruhen als Reaktion auf Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und dschihadistischen Milizen aus Syrien in Arsal gekommen. Demonstranten hätten Steine und Molotow-Cocktails geworfen. Auslöser waren Nachrichten, dass eine Delegation sunnitischer Geistlicher in Arsal angegriffen worden sei. Die Delegation aus Tripolis hatte versucht, eine Waffenruhe zwischen der Armee und den syrischen Extremisten zu verhandeln. 

Scheich Ihab al-Bunni, ein Mitglied der sunnitischen Delegation, sagte dem libanesischen Fernsehsender LBCI, drei Mitglieder seien auf dem Weg nach Arsal verletzt worden. Unbekannte hätten das Feuer auf den Konvoi der Delegation eröffnet.Laut Al-Bunni befinden sich die Verletzten außer Lebensgefahr.

Die Delegation versuche nun, eine Waffenruhe zu erwirken sowie mit den Milizionären über die Entlassung von mehr als 20 entführten libanesischen Soldaten zu verhandeln. Auch soll eine Erste-Hilfe-Zone für verwundete Zivilisten eingerichtet werden. Libanesische Medien schätzen, dass bis zu 40 000 Zivilisten und rund 120 000 syrische Flüchtlinge in der Region eingeschlossen sind.

Bei den viertägigen Kämpfen sind nach Armeeangaben bislang mindestens 17 libanesische Soldaten ums Leben gekommen. Weitere 86 wurden verletzt, 22 Soldaten werden vermisst. Der libanesische Armeegeneral Jean Kahwagi sagte der Nachrichtenseite Naharnet, die Armee werde keiner Waffenruhe zustimmen, bevor nicht das Schicksal der entführten Soldaten geklärt ist.

Laut der Nachrichtenagentur NNA begann die Armee, an mehreren Straßen im Libanon Sicherheits-Checkpoints zu errichten. Der Weg von Arsal nach Syrien gilt als Versorgungsroute für syrische Rebellen im Kampf gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

dpa


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