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Der Ausschnitt aus einem vom syrischen Revolutionskomitee in August verbreiteten Video zeigt die Situation in einem Dorf in der Provinz Idlib nach einem Angriff der Regierungstruppen.

Der Ausschnitt aus einem vom syrischen Revolutionskomitee in August verbreiteten Video zeigt die Situation in einem Dorf in der Provinz Idlib nach einem Angriff der Regierungstruppen. © YouTube/ Syrisches Revolutionskomitee

Konflikte

Syrische Rebellen setzen Angriffe auf Stützpunkte fort

Vor der Konferenz der syrischen Regimegegner in Katar erhöhen die Rebellen den Druck auf die Regierung von Baschar al-Assad. Am Samstag begannen die Oppositionellen mit einer Offensive gegen einen wichtigen Stützpunkt der Luftwaffe in der umkämpften Provinz Idlib.

Istanbul/Beirut. Unter Einsatz von Panzerfäusten und Raketenwerfern versuchten sie, den Militärflughafen Taftanas von mehreren Seiten zu stürmen, wie die in London ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Die Armee drängte die Rebellen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zurück. Eine "große Zahl an Terroristen" sei von den Streitkräften getötet, ihre Fahrzeuge zerstört worden, hieß es. Aktivisten berichteten, dass die Kämpfe am Nachmittag noch andauerten. Der Flughafen Taftanas ist von strategischer Bedeutung. Rebellenkommandeur Abu Omar al-Homsi sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass von dem Stützpunkt nahe der türkischen Grenze die meisten Luftangriffe auf die nördlichen Provinzen ausgingen.

Am Mittwoch wollen in Doha Hunderte Regimegegner zusammenkommen, um über die Bildung einer Übergangsregierung nach einem Sturz von Assad zu beraten. Dabei soll der Grundstein für einen Zusammenschluss der Oppositionsgruppen unter einem international anerkannten Dach gelegt werden. Vor allem die US-Regierung dringt auf einen Zusammenschluss der Oppositionsgruppen und Ausgrenzung der radikalen Islamisten, die im Syrienkonflikt zunehmend zu einem Problem werden.

In Idlib kämpfen Regierungstruppen und Rebellen mit zunehmender Brutalität um die Kontrolle der Region an der Grenze zur Türkei. Am Freitag hatten die Regimegegner nach eigenen Angaben die nahe gelegene Kleinstadt Sarakib eingenommen. Der Ort liegt an einem Autobahndreieck, wo die Hauptverkehrsstraßen von Damaskus und der Hafenstadt Latakia in Richtung Aleppo zusammenkommen. Von dort tauchten später allerdings Videoaufnahmen auf, die die Erschießung gefangener Soldaten durch Rebellen in der Kleinstadt zeigen sollen. UN-Experten prüfen, ob die Aufnahmen echt sind und die Regimegegner gegen die Menschenrechte verstoßen haben.

Bei der Verfolgung von Rebellen drangen am Samstag drei Kampfpanzer der syrischen Streitkräfte nach israelischen Angaben auf den Golan-Höhen in die demilitarisierte Zone zwischen beiden Ländern ein. Die Panzer hätten offensichtlich im Kampf mit Rebellen das Feuer eröffnet, sagte eine Sprecherin der Streitkräfte auf Anfrage in Tel Aviv. Trotz einer Beschwerde Israels bei den Vereinten Nationen gegen die Verletzung des Waffenstillstandsabkommens von 1974 seien die Panzer auch am Abend noch in dem Ort Bir Ajam gewesen. Ein Jahr nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatten beide Länder die Einrichtung einer Pufferzone unter UN-Kontrolle vereinbart. Dort dürfen sich nur UN-Beobachtertruppen aufhalten

Landesweit kamen in Syrien bei Gefechten am Samstag mindestens 90 Menschen ums Leben. Im Großraum Damaskus soll es nach Angaben von Aktivisten erneut Luftangriffe gegeben haben. Bei dem seit fast 20 Monaten andauernden Aufstand gegen Assad sind inzwischen deutlich mehr als 30 000 Menschen getötet worden.

dpa


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