Die von syrischen Rebellen festgehaltenen Blauhelm-Soldaten sind wieder frei. © Atef Safadi
Istanbul/New York. a. Bereits am Freitag hatten die Vereinten Nationen eine Einigung über die Freilassung der Soldaten erzielt.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würdigte die Bemühungen aller an der Freilassung Beteiligten. Wie sein Sprecher mitteilte, rief er zudem die Konfliktparteien in der Region auf, die Neutralität der Friedenstruppen zu respektieren. Die Blauhelm-Soldaten sollten sich frei und sicher bewegen können.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte sich erleichtert und verurteilte die Geiselnahme zugleich "in aller Schärfe". Der FDP-Politiker betonte: "Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass der Bürgerkrieg in Syrien nicht nur für die UN-Beobachter, sondern auch für die ganze Region höchst gefährlich ist."
Die UN-Soldaten waren am Mittwoch in der syrischen Provinz Daraa unweit der von Israel besetzten Golanhöhen verschleppt und in das Dorf Al-Dschamla gebracht worden. Dort wurden sie in mehrere Gruppen aufgeteilt und mussten in Kellern ausharren. Das Dorf geriet derweil immer wieder Beschuss. Die Undof-Mission überwacht eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golanhöhen.
Die Vereinbarung zur Freilassung der Männer war laut UN zuvor "mit allen Parteien" getroffen worden - also auch mit den syrischen Regierungstruppen. Wegen der hereinbrechenden Nacht hatte sich die Abreise der Soldaten am Freitag aber verzögert.
Für die Entführung zeichnete eine Rebellengruppe verantwortlich, die sogenannte Märtyrer-von-Jarmuk-Brigade. Angehörige des Kampfverbands hatten zunächst behauptet, die UN-Soldaten hätten Truppen von Präsident Baschar al-Assad Hilfe geleistet. Der Gruppe wird nachgesagt, feindliche Kämpfer auch schon enthauptet zu haben. Für die Entführung wurden sie von anderen syrischen Revolutionären scharf kritisiert.
Die Blauhelm-Soldaten waren am Samstag nach Angaben von Aktivisten "aus Sicherheitsgründen" über die jordanische Grenze gebracht worden. Zuvor war über eine mögliche Übergabe an der israelischen Grenze spekuliert worden.
dpa
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