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Die schwer zerstörte syrische Stadt Idlib auf einer Archivaufnahme: Die bisherige Assad-Hochburg ist von syrischen Islamisten erobert worden. Foto: Sana

Die schwer zerstörte syrische Stadt Idlib auf einer Archivaufnahme: Die bisherige Assad-Hochburg ist von syrischen Islamisten erobert worden. Foto: Sana

Konflikte

Syrische Islamisten nehmen Assad-Stützpunkt in Idlib ein

Islamistische Rebellen haben den letzten großen Armeestützpunkt des Assad-Regimes in der nordsyrischen Provinz Idlib eingenommen. Das Bündnis Dschaisch al-Fatah habe das Militärlager in Al-Mastuma erobert, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Damaskus. Die radikale Al-Nusra-Front, syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, erklärte über Twitter, Al-Mastuma sei "befreit" worden.

Die Einheiten der Armee zogen sich laut den oppositionsnahen syrischen Menschenrechtsbeobachtern Richtung Süden in die Stadt Aricha zurück. Die heftigen Kämpfe gingen weiter. Dabei seien mindestens 15 Kämpfer des Regimes getötet worden, hieß es.

Die Islamisten hatten die Provinzhauptstadt Idlib bereits Ende März eingenommen. Vor drei Wochen konnten sie in die Kleinstadt Dschisr al-Schogur vorrücken.

In Zentralsyrien soll die von der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bedrohte historische Oasenstadt Palmyra von frischen Truppen verteidigt werden. Hunderte Kämpfer des Stammes der Schaitat, die von Kräften des Assad-Regimes ausgebildet wurden, seien in der Stadt angekommen, berichtete die Beobachtungsstelle.

Der IS hatte im vergangenen Jahr mindestens 930 Angehörige der Schaitat umgebracht. Der Stamm, der in am Euphrat im Osten Syriens siedelt, hatte sich den Extremisten nicht unterordnen wollen.

Das Unesco-Weltkulturerbe Palmyra ist weiterhin akut vom IS bedroht. Bei heftigen Kämpfen schlug am Dienstag eine Mörsergranate nahe des berühmten Baal-Tempels ein, wie die Beobachtungsstelle meldete. Es entstand ersten Erkenntnissen zufolge kein Schaden. Syrische Flugzeuge hätten in der Region mehrere Angriffe auf IS-Stellungen geflogen, meldeten die Menschenrechtsbeobachter. Opferzahlen wurden zunächst nicht bekannt.

dpa


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