Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Südkorea: Kim Jong Un lässt Vize-Premierminister hinrichten
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Südkorea: Kim Jong Un lässt Vize-Premierminister hinrichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:38 31.08.2016
Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden seit der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 zahlreiche hochrangige Funktionäre Opfer politischer Säuberungen. Quelle: KCNA/Archiv
Anzeige
Seoul

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben Südkoreas einen Regierungsvertreter im Rang eines Vize-Premierministers hinrichten lassen.

Der 63 Jahre alte Kim Yong Jin, der im Kabinett für Bildungsfragen verantwortlich gewesen sei, sei im vergangenen Monat vor ein Erschießungskommando gestellt worden, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Eine Bestätigung aus Nordkorea dafür gab es nicht.  

Gründe für die Erschießung nannte der Sprecher nicht. Südkoreanische Medien berichteten jedoch unter Berufung auf andere Beamte, Kim Yong Jin sei "anti-revolutionäres" Verhalten vorgeworfen worden. Er soll bei einer Sitzung der Obersten Volksversammlung im Juni dem Machthaber nicht den angemessenen Respekt erwiesen haben.  

Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden seit der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 zahlreiche hochrangige Funktionäre Opfer politischer Säuberungen. Ende 2013 wurde Kims Onkel Jang Song Thaek wegen des Vorwurfs des Hochverrats hingerichtet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Hinrichtung bestätigt. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye sprach danach von einer "Schreckensherrschaft" im Nachbarland.

Das Vereinigungsministerium teilte jetzt zudem mit, dass zwei weitere hochrangige nordkoreanische Funktionäre zur ideologischen "Umerziehung" aufs Land geschickt worden seien, darunter Kim Yong Chol, der für die innerkoreanischen Beziehungen zuständig ist. Nach einmonatiger Strafarbeit bis Mitte August habe Kim, dem Machtmissbrauch vorgeworfen worden sei, jedoch wieder die Leitung der Vereinigten Frontabteilung übernommen. Die Strafe für Choe Hwi, einem für die Propaganda zuständigen Parteifunktionär, sei noch nicht abgelaufen. 

Oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die angebliche Exekution von Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. Im Mai war der angeblich im Februar hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong Gil wieder aufgetaucht. 

Die Zeitung "JoongAng Ilbo" hatte am Dienstag berichtet, zwei hohe Funktionäre seien in Nordkorea mit Flugabwehrwaffen hingerichtet worden, darunter ein Beamter für Erziehungsfragen. Der Bericht habe sich als falsch erwiesen, schrieb "JoongAng Daily" online. 

dpa

Der Streit über Bundeswehreinsätze im Inneren läuft seit Jahrzehnten. Die Gewalttaten von München, Würzburg und Ansbach haben ihn in diesem Sommer verschärft. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen, die die Auseinandersetzung aber kaum beenden wird.

31.08.2016

Es ist noch ein ganzes Jahr bis zur Bundestagswahl, aber so richtig Lust auf gemeinsames Regieren mit der SPD hat die Union wohl nicht mehr. Der Ärger über den Vizekanzler wegen TTIP ist groß - allerdings auch die Unsicherheit, welchen Weg die Kanzlerin gehen wird.

31.08.2016

Die Terrormiliz Islamischer Staat verliert immer mehr Führungsmitglieder. Das könnte sich langfristig auf die Terrorgefahr auswirken. Der getötete IS-Sprecher Al-Adnani stand an der Spitze einer Einheit, die Anschläge plant.

31.08.2016
Anzeige