Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Studie: Spontane Flüchtlingshilfe wird professioneller
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Studie: Spontane Flüchtlingshilfe wird professioneller
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:36 04.08.2016
Eine ehrenamtliche Helferin unterhält sich in Dortmund mit Flüchtlingen aus Afghanistan. Quelle: Maja Hitij
Anzeige
Gütersloh

Vom losen Nothilfe-Bündnis zum festen Netzwerk: Die vielen oft spontan unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise entstandenen ehrenamtlichen Hilfsinitiativen in Deutschland organisieren sich immer besser.

Die Freiwilligen seien zudem stärker mit Verbänden und Verwaltung verbunden, lautet ein Ergebnis einer am Donnerstag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung.

Damit das Engagement weiterhin stark bleibe, sollten die Kommunen die Freiwilligen jedoch mehr unterstützen. So brauchten die Freiwilligen Entlastung durch hauptamtliche Ansprechpartner in Städten und Gemeinden, um sich auf die Integration konzentrieren zu können, sagte Bettina Windau, Bertelsmann-Fachfrau für zivilgesellschaftliches Engagement.

Solche zentralen Koordinierungsstellen entstehen in immer mehr Kommunen. Sie erwiesen sich als sinnvolle Brücke zwischen Freiwilligen und Verwaltung und könnten die Helfer bei organisatorischen Fragen entlasten. "Die meisten wollen ja den Menschen helfen und sich nicht um Verwaltungsfragen kümmern", sagte Windau.

Eine Vielzahl der Hilfsangebote war in der zweiten Jahreshälfte 2015 entstanden oder hatte neuen Zulauf bekommen, als die Zahl der Flüchtlinge massiv gestiegen war. In der auf Fallstudien und Interviews basierenden Untersuchung sind die Forscher der Frage nachgegangen, wie die freiwillige Flüchtlingshilfe sich wandelt und was sie braucht, um wirken zu können. Ein Großteil der Befragten gab dabei an, dass das Engagement unverändert stark sei.

Die Aktiven berichteten, dass Ehrenamtliche auch viele Aufgaben stemmten, die normalerweise der Staat leisten müsse, wie zum Beispiel bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidern und Wohnraum. Zunehmend oft übernähmen die Freiwilligen auch eine unverzichtbare Lotsenfunktion, indem sie zwischen Ämtern und Flüchtlingen vermitteln oder den Neuankömmlingen bei Behördengängen zur Seite stehen und Zugänge zu den Angeboten öffnen.

dpa

Männer mit Kopftuch sind ein neuer Trend in den sozialen Netzwerken. Der Hintergrund ist ein ernster: Im Iran können Frauen, die kein Kopftuch tragen, bestraft werden. Eine iranische Journalistin will das nicht hinnehmen.

04.08.2016

Nach den jüngsten nordkoreanischen Raketentests ist eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats ergebnislos zu Ende gegangen. Die 15 Mitglieder des Gremiums konnten sich bei dem kurzfristig einberufenen Treffen am Mittwoch (Ortszeit) nicht auf eine Erklärung einigen.

04.08.2016

Das US-Verteidigungsministerium hat einem Medienbericht zufolge Angaben über den Tod eines als "Deso Dogg" bekannten Berliner IS-Terroristen widerrufen. Denis Cuspert habe einen Luftangriff im vergangenen Jahr in Syrien doch überlebt, schrieb die "New York Times".

04.08.2016
Anzeige