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Euroscheine wechseln den Besitzer: Die Korruption hält Bulgarien auch neuneinhalb Jahre nach dem EU-Beitritt fest in Griff.

Euroscheine wechseln den Besitzer: Die Korruption hält Bulgarien auch neuneinhalb Jahre nach dem EU-Beitritt fest in Griff. © Franziska Kraufmann/Symbol

Gesellschaft

Studie: Bulgarien bleibt im Griff der Korruption

Die Korruption hält Bulgarien auch neuneinhalb Jahre nach dem EU-Beitritt fest in Griff. Nach einer in Sofia vorgestellten Studie ist die Korruption im ärmsten EU-Land seit 2011 wieder kontinuierlich gestiegen.

Sofia. Danach gab es 2014 den schwersten Rückschlag: Gut 29 Prozent der Erwachsenen zahlten demnach mindestens ein Mal Schmiergeld. Der starke "Korruptionsdruck" vor zwei Jahren sei auf die damalige politische Instabilität in Bulgarien zurückzuführen, heißt es in der Studie des Zentrums zur Erforschung der Demokratie (ZID) in Sofia.

Die Korruption bei der Staatsverwaltung in Bulgarien habe laut Studie in den vergangenen fünf Jahren ein Niveau erreicht, das für EU-Anwärter wie Albanien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien typisch seien. Nicht viel besser ist die Lage in der Wirtschaft: 2015 berichteten rund 18 Prozent der Unternehmen, dass Staatsbeamte Schmiergeld forderten.

Das Parlament hatte erst vergangene Woche in erster Lesung entschieden, dass in dem Balkanland eine Antikorruptionsbehörde nach dem Modell Rumäniens geschaffen werden soll. Die Bemühungen im Kampf gegen die Korruption hätten nicht nachgelassen, bekräftigte am Montag Vize-Regierungschefin Rumjana Batschwarowa. "Das Korruptionsumfeld entwickelt sich aber schneller, als die staatlichen Institutionen sich widersetzen können."

dpa


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