Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Streit um Konzept zur Atommüll-Bergung aus der Asse
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Streit um Konzept zur Atommüll-Bergung aus der Asse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:58 16.05.2015
Die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem bergwerk Asse wird sich über Jahre hinziehen. Quelle: Jochen Lübke
Anzeige
Remlingen

Konkret geht es um den Bau eines neuen Schachts. Über ihn sollen die 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall aus dem ehemaligen Salzbergwerk bei Wolfenbüttel (Niedersachsen) zurückgeholt werden.

Fachleute der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" Zweifel, dass sich der Schacht an der vorgesehenen Stelle errichten lässt. Das für die Asse zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist diese Zweifel jedoch als "wissenschaftlich-technisch nicht haltbar" zurück.

Für den geplanten Schacht 5 laufen gerade Erkundungsbohrungen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften ist in die Untersuchungen eingebunden. Seine Mitarbeiter haben laut BfS im Rahmen regelmäßiger Fachgespräche ein Papier vorgelegt. "Darin wird in einem Fazit die Eignung des Ansatzpunktes für den geplanten Bergungsschacht grundsätzlich in Frage gestellt." Die "Welt am Sonntag" zitiert aus dem Papier die Schlussfolgerung, dass "entgegen der Vorplanungen nicht genügend Salzvolumen (...) für das Abteufen eines Schachtes und der Auffahrung von Infrastrukturräumen zur Verfügung steht".

Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärte jedoch: "Das Papier der BGR liefert keine Erkenntnisse, die den Bau des Schachtes in Frage stellen." Unter den Wissenschaftlern, die an dem Fachgespräch teilgenommen haben, habe Einvernehmen bestanden, "dass die Unterlage in ihren Schlussfolgerungen fachlich nicht fundiert ist und deshalb überarbeitet werden muss".

Die Fässer mit dem radioaktivem Müll sollen nach aktuellem Stand frühestens 2033 geborgen werden. Die Vorbereitungen sind sehr aufwendig. Die Menschen in der Region drängen aber darauf, die Vorgänge zu beschleunigen. Das BfS betonte jetzt erneut: "Nach derzeitigem Stand ist die Rückholung der Abfälle aus der Asse die einzige Option, mit der die Langzeitsicherheit gewährleistet werden kann."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im parteiinternen Richtungsstreit der Alternative für Deutschland (AfD) wird der Ton zwischen dem bürgerlichen und dem rechten Flügel immer schärfer. Ex-AfD-Vorstandsmitglied Hans-Olaf Henkel, ein Vertrauter von Parteichef Bernd Lucke, plädiert dafür, dessen rechtskonservative Widersacher wie Frauke Petry und Alexander Gauland, aus der AfD zu drängen.

16.05.2015

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags und künftige Wehrbeauftragte, Hans-Peter Bartels (SPD), hat vor einer Eskalation in der Ukraine-Krise gewarnt.

16.05.2015

Nach dem gescheiterten Putschversuch in Burundi hat Präsident Pierre Nkurunziza die Bevölkerung seines Landes zur Ruhe aufgerufen. Die wochenlangen Proteste gegen ihn müssten umgehend enden, sagte der Staatschef in einer Rede an die Nation.

15.05.2015
Anzeige