Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Streit um Iran-Atomdeal: Ex-Generäle unterstützen Obama
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Streit um Iran-Atomdeal: Ex-Generäle unterstützen Obama
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:22 12.08.2015
US-Präsidentschaftsbewerber Jeb Bush: «Wir müssen führen.» Quelle: Pete Marovich
Anzeige
Washington

"Umgehend" werde er die Einigung im Fall seiner Wahl zum Präsidenten rückgängig machen, kündigte der republikanische Spitzenkandidat bei einer Rede in Kalifornien an. "Es ist ein Deal, der extrem unklug ist", sagte der Ex-Gouverneur von Florida und rief den Kongress auf, die Einigung noch zu kippen.

Doch Obama, der mit dem Abkommen auch sein politisches Vermächtnis sichern will, erhielt mehr Rückendeckung von prominenter Seite. 36 ehemalige Generäle und Admirale stellten sich in einem offenen Brief hinter den Präsidenten und warnten davor, in dem jahrelangen Streit voreilig militärisch zuzuschlagen. "Wir müssen diplomatische Mittel ausschöpfen, bevor wir zu militärischen greifen", schrieben die Militärs. Vor wenigen Tagen hatten bereits 29 Spitzenwissenschaftler - darunter Nobelpreisträger und frühere Atombombenbauer - den Deal in einem Brief Obama unterstützt.

Bush, der seine Außenpolitik für den Fall seiner Wahl erstmals näher umriss, versprach im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein schlagkräftiges Militär und eine Flugverbotszone über Syrien. Er deutete einen ausgeweiteten Einsatz im Irak an, auch wenn eine "große Verpflichtung amerikanischer Bodentruppen" nicht nötig sei. Den von Obama angeordneten Truppenabzug nannte er einen "fatalen Fehler". Das hinterlassene Vakuum hätten nun Extremisten gefüllt.

Bush nutzte die Chance für eine Attacke gegen seine demokratische Gegenspielerin Hillary Clinton: Auf all ihren Reisen habe sie als Außenministerin (2009-2013) im Irak nur ein einziges Mal haltgemacht.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Affäre um ihr privates E-Mail-Konto hat sich US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton nun doch bereiterklärt, ihren Server dem Justizministerium zu übergeben.

12.08.2015

Verwirrung um den libyschen Regierungschef: Nach einer angeblichen Rücktrittsankündigung in einem hitzigen TV-Interview rudert Ministerpräsident Abdullah al-Thinni nun zurück.

12.08.2015

Die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland sinkt weiter, gleichzeitig werden in den Klinken mehr Patienten behandelt. Sie bleiben kürzer, die Bettenauslastung sinkt.

12.08.2015
Anzeige