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Deutschland/Welt Streit in der Führung der AfD eskaliert
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16:54 22.05.2015
Bernd Lucke ist von Frauke Petry enttäuscht. Quelle: David Ebener/Archiv
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Berlin

Keine abschließende Entscheidung traf der Vorstand in Sachen Parteisatzung. Die beim Parteitag in Bremen beschlossene Satzung sieht eine schrittweise Reduzierung von bisher drei auf dann nur noch einen Vorstandsvorsitzenden vor. Das will vor allem Luckes Gegenspielerin Frauke Petry nicht. Die Co-Vorsitzende wirbt für eine Doppelspitze.

Eine weitere Zusammenarbeit mit Lucke schloss Petry aus. Sie warf ihm vor, er habe der AfD mit der Gründung seines Vereins stark geschadet. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Alexander Gauland stärkte ihr den Rücken. Er sagte: "Ich halte es für sehr schwierig nach diesen Vorfällen, dass Bernd Lucke die Gesamtpartei führt."

Lucke und weitere Vertreter des liberal-konservativen Flügels hatten den Verein "Weckruf 2015" Anfang der Woche gegründet, um die Nationalkonservativen in der AfD zu isolieren. Mehr als zehn Prozent der AfD-Mitglieder - vor allem aus den westlichen Bundesländern - schlossen sich der Initiative bisher an.

Lucke erklärte seinerseits, er sei von der Co-Vorsitzenden Frauke Petry enttäuscht. Ihr gehe es nur darum, "ihren persönlichen Ehrgeiz zu befriedigen". Er könne sich nicht vorstellen, nach der Wahl des neuen Vorstandes durch den Bundesparteitag in drei Wochen weiter mit Petry zusammenzuarbeiten. Er selbst werde an seiner Kandidatur festhalten.

Die AfD Sachsen beschloss eine Unvereinbarkeitserklärung mit dem "Weckruf 2015" - und stellte sich damit klar hinter Petry, die Vorsitzende des Landesverbandes ist. Die Initiative berge die Gefahr einer Spaltung der Partei, erklärte Generalsekretär Uwe Wurlitzer. Deshalb sei es ab sofort ausgeschlossen, Unterzeichner des "Weckrufes" und gleichzeitig Mitglied der AfD Sachsen zu sein.

dpa

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