Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Strahlenschutz-Chef: Zeitdruck bei Endlagersuche
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Strahlenschutz-Chef: Zeitdruck bei Endlagersuche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 29.03.2013
Der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz, König zur Endlagersuche: «Es darf keine vermeidbaren Verzögerungen geben." Quelle: Sebastian Kahnert
Anzeige
Berlin

"Es darf keine vermeidbaren Verzögerungen geben. Die Zwischenlager sind nur für 40 Jahre genehmigt", sagte König der Deutschen Presse-Agentur. Davon seien rund zehn Jahre bereits rum, fügte der Strahlenschützer hinzu.

Eine Bund/Länder-Runde soll am Wochenende nach Ostern beschließen, dass es noch vor der Bundestagswahl ein Endlagersuchgesetz geben soll. Zunächst soll anschließend aber bis Ende 2015 eine aus 24 Personen bestehende Kommission die Grundlagen und Kriterien für die neue Suche erarbeiten. König begrüßte die Fortschritte, warnte aber zugleich, dass es in absehbarer Zeit eine Lösung geben müsse.

"Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit die Abfälle nicht am Ende in das Ausland gebracht werden." Da im Zuge der geplanten bundesweiten Suche nach Alternativen zum Salzstock Gorleben auf weitere Atommülltransporte in das oberirdische Zwischenlager Gorleben verzichtet werden soll, müssen andere Lager den noch aus der Wiederaufarbeitung im Ausland kommenden Atommüll aufnehmen. Schleswig-Holstein hat als erstes Land Bereitschaft signalisiert.

König betonte, bisher sei der Müll aus den Anlagen in La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien) eigentlich für Gorleben vorgesehen. Transportwege und Alternativlagerorte seien zunächst Sache der Energieunternehmen. Die anderen Zwischenlager seien aber von ähnlicher Bauart wie Gorleben, betonte er. Erst ab 2015 ist wieder mit solchen Atommüll-Transporten zu rechnen, insgesamt müssen nach Angaben des BfS noch 26 Atommüllbehälter zurückgenommen werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der milliardenschwere Spendenmarkt in Deutschland wird sich nach Ansicht des Social-Startup-Gründers Till Behnke in den nächsten Jahren radikal ändern. Der traditionelle Spendenmarkt stagniere seit Jahren und werde "weit über die Hälfte von 60-Jährigen aufwärts bedient", sagte Behnke der Nachrichtenagentur dpa.

29.03.2013

Frankreichs Präsident François Hollande hält an der umstrittenen Reichensteuer für Einkommensmillionäre fest. Allerdings will er die Steuer nun direkt von den Unternehmen holen.

28.03.2013

Der linksgerichtete italienische Politiker Pier Luigi Bersani ist mit dem Versuch einer Regierungsbildung auf breiter Basis gescheitert. Das teilte das Amt des Staatspräsidenten Giorgio Napolitano am Donnerstagabend in Rom mit.

28.03.2013
Anzeige