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Deutschland/Welt Steuer-Razzia bei Mode-Unternehmer Eickhoff
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13:00 13.11.2012
Der Düsseldorfer Mode-Unternehmer Albert Eickhoff räumt Fehler ein. Quelle: Horst Ossinger/Archiv
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Düsseldorf

Er habe Zinserträge auf einem Schweizer Bankkonto nicht versteuert, räumte er ein.

Bei seiner Schweizer Bank habe er aber bereits im Mai in die Wege geleitet, dass das Geld mit der Steuererklärung für das Jahr 2012 nachversteuert werde, sagte der Prominenten-Ausstatter, der ein Modehaus auf der Düsseldorfer Königsallee unterhält. Die Bank habe dies den Steuerfahndern telefonisch bestätigt. "Das war alles." Der Besuch der Fahnder habe etwa eine halbe Stunde gedauert. Sie hätten nicht ein Blatt Papier mitgenommen.

Der "Bild"-Zeitung zufolge hat Eickhoff rund eine Million Euro in der Schweiz. Eine Selbstanzeige habe er allerdings nicht erstattet: "Nein, da war ich zu doof, das war mein einziger Fehler", sagte Eickhoff der Zeitung. "Ich hatte nie ein richtiges Unrechtsbewusstsein, weil es ein kleiner Betrag war."

Er habe vor 35 Jahren eine Stiftung angelegt, vor 30 Jahren zuletzt eingezahlt und das Geld dafür bar über die Grenze geschafft. "Damals gehörte es zum guten Ton, Geld ins Ausland zu schaffen", sagte Eickhoff der Zeitung. Die Steuerfahnder hätten ihn am Montagmorgen im Bademantel überrascht: "Ich habe gleich alles eingeräumt."

Er erwarte nun neben den nachträglich zu zahlenden Steuern "möglicherweise ein Bußgeld", sagte Eickhoff der dpa. Sein Steuerberater werde dies mit dem Finanzamt regeln.

Steuerfahnder hatten am Montag bundesweit Firmen und Privathäuser von deutschen Kunden der Schweizer Großbank UBS durchsucht. Betroffen waren mehrere hundert Verdächtige, die Steuern hinterzogen haben könnten. Die UBS hatte beteuert, sie leiste seit 2009 keine Hilfe bei der Umgehung deutscher Steuerpflichten.

Wie bei ähnlichen Aktionen gegen mutmaßliche Steuerhinterzieher in den vergangenen Jahren war nach Informationen der Zeitung eine aus der Schweiz angekaufte Steuer-CD Auslöser der Razzien.

dpa

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