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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der Außenminister von Uganda, Sam Kutesa (r), treffen sich in Kampala (Uganda).

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der Außenminister von Uganda, Sam Kutesa (r), treffen sich in Kampala (Uganda). © Bernd von Jutrczenka

International

Steinmeier fordert von Afrika härteren Kampf gegen Korruption

Auf seiner Afrika-Reise macht Steinmeier Stopp in Uganda. Ein Land mit besonders hoher Korruption. Aber auch ein Land, das in der Region als Vermittler unterwegs ist.

Kampala. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Staaten Afrikas zu einem härteren Kampf gegen die Korruption aufgefordert.

Uganda - am Samstag dritte Station einer Afrika-Reise des SPD-Politikers - gehört weltweit zu den Ländern mit besonders viel Bestechung. Bei einem Besuch in der Hauptstadt Kampala lobte er das zentralafrikanische Land aber auch als "Stabilitätsanker" für die gesamte Region.

Der Außenminister ist mit einer großen Wirtschaftsdelegation in Afrika unterwegs. Uganda hofft - wie die drei anderen Reisestationen Mosambik, Sambia und Tansania - auf deutsche Investitionen.

Steinmeier sagte der Deutschen Welle, zu einem guten Umfeld für die Wirtschaft gehöre "in allererster Linie" die Bekämpfung der Korruption. "In vielen Ländern, die wir auch jetzt hier besuchen, lässt das sehr zu wünschen übrig. Hier geht es nicht um Wunsch und Vorstellung, sondern um Leistung und Gegenleistung."

In Kampala stand unter anderem ein Gespräch mit Präsident Yoweri Museveni auf dem Programm, der in dem ostafrikanischen Staat bereits seit 1986 an der Macht ist. Auch gegen Museveni und seine Familie gibt es Bestechungsvorwürfe. Steinmeier trifft auch zwei Kandidaten der Opposition, die bei der Präsidentenwahl im Februar 2016 gegen den Langzeit-Staatschef antreten wollen.

Auf einer Rangliste der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International liegt Uganda auf Platz 142 von 175 Staaten. Museveni versucht derzeit, im Konflikt in dem ostafrikanischen Staat Burundi zu vermitteln. Steinmeier sagte: "Wir sind uns bewusst, dass Uganda eine sehr konstruktive Rolle spielt."

dpa


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