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Sozialexperte: Erbschaftssteuer ist ein fauler Kompromiss

Der hannoversche Sozialexperte Gerhard Wegner hat die Reform der Erbschaftssteuer als "faulen Kompromiss" zugunsten der Vermögenden kritisiert.

Hannover. "Das Bundesverfassungsgericht hatte der Politik eigentlich aufgegeben, für mehr Gleichheit zu sorgen", sagte der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag am Rande einer Tagung in Loccum bei Nienburg. Schon die Bibel berichte darüber, dass Vermögen alle 50 Jahre neu verteilt werden solle. "Das ist natürlich eine radikale Vision", sagte der promovierte Theologe. Wenn aber Reichtümer vererbt würden und sich weiter anhäuften, wachse die Ungleichheit.

"Reichtum und Eigentum sind anvertraute Gaben, die man auch für andere nutzen muss, zum Beispiel durch das Schaffen von Arbeitsplätzen." Bei der Jahrestagung des Sozialwissenschaftlichen Institutes diskutieren Sozialwissenschaftler und Theologen noch bis Freitag über das Thema "Christlicher Glaube als Sozialvision". "Wir müssen uns fragen, wie eindeutig der Glaube sich zeigt", sagte Wegner. Das gelte zum Beispiel angesichts der immer weiter klaffenden Schere zwischen Arm und Reich, die nicht hingenommen werden dürfe. Wegner forderte ein deutlich stärkeres Eintreten für soziale Gerechtigkeit.

epd


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