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Die alles entscheidende Frage ist, wer steht hinter den Kämpfen und vor allem, warum jetzt? Foto: Valdrin Xhemaj

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Konflikte

Sorge über Eskalation der Gewalt in Mazedonien

Der mazedonische Präsident Djordje Ivanov hat in Skopje Vertreter der USA, der EU, der OSZE sowie der NATO über die zweitägigen Kämpfe mit 22 Toten in der Stadt Kumanovo informiert.

Skopje. Dabei habe er erneut die zehnjährige Blockade eines EU- und NATO-Beitritts seines Landes als eine der Ursachen für den Gewaltausbruch bezeichnet, ließ das Staatsoberhaupt anschließend mitteilen. Die Staats- und Regierungsspitze hatte am Vortag "albanische Terroristen" aus dem benachbarten Kosovo für die Kämpfe verantwortlich gemacht.

Die Spezialpolizei hat inzwischen die drittgrößte Stadt des Landes wieder verlassen. Tausende in Sicherheit gebrachte Einwohner konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren, von denen viele jedoch schwer beschädigt sind. Die Schulen blieben geschlossen, die Stromversorgung war in einigen Stadtteilen immer noch unterbrochen. Auch Hunderte ins Nachbarland Serbien geflüchtete Menschen konnten wieder nach Hause zurückkehren.

Ein Gericht in Skopje ordnete für die 30 festgenommenen Albaner eine 30-tägige Untersuchungshaft an. Das Innenministerium veröffentlichte Bilder der Beschuldigten. 18 von ihnen besäßen die Staatsangehörigkeit des benachbarten Kosovos, die anderen seien albanische Mazedonier. Nach Medienberichten sollen die Anführer der bewaffneten Gruppe frühere Leibwächter eines mazedonischen und eines Kosovo-Spitzenpolitikers gewesen sein.

Die Bundesregierung ist besorgt und bestürzt über die gewalttätigen Auseinandersetzungen in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien. Die mazedonische Regierung, alle anderen politischen Akteure und die albanische Minderheit seien aufgerufen, alles zu vermeiden, was neue Spannungen befeuern könnte, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Montag in Berlin.

dpa


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