Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Somalia: Explosion in Airbus war vermutlich Bombe
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Somalia: Explosion in Airbus war vermutlich Bombe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:28 05.02.2016
Das vermutlich durch eine Bombenexplosion beschädigte Passagierflugzeug der Daallo Airlines auf dem Flughafen in Mogadischu. Foto: Goobjoog news
Anzeige

Mogadischu (dpa) – Die Explosion in einem Passagierflugzeug mit einem Toten am Dienstag war nach Einschätzung der somalischen Behörden ein Terroranschlag. Ein Sprengsatz sei vermutlich von einer Person an Bord gezündet worden, erklärte ein Geheimdienstmitarbeiter in Mogadischu.

Die Explosion in dem Airbus A321 der Daallo Airlines hatte sich am Dienstag rund 15 Minuten nach dem Abflug von Mogadischu in Richtung Dschibuti ereignet. Ein Passagier wurde offenbar durch das Loch nach außen gezogen und starb. Der Pilot konnte in Mogadischu notlanden. Nur zwei der 74 Passagiere wurden verletzt.

Offenbar sei dem Attentäter ein Fehler unterlaufen, erklärte der Beamte. Die Explosion habe nur ein Loch in die Hülle gerissen. In größerer Flughöhe hätte selbst ein kleiner Sprengsatz verheerender sein können.

Daallo hatte den Airbus nach eigenen Angaben bei der griechischen Firma Hermes gechartert. Ein somalischer Kabinettsminister sagte, ausländische Sprengstoffexperten seien an der Untersuchung beteiligt. Daallo Airlines zufolge sind wie üblich auch Experten des Flugzeugherstellers Airbus beteiligt. 

Bislang hat sich keine Terrororganisation zu dem mutmaßlichen Anschlag bekannt. Die in Somalia aktive islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat bislang nie einen Anschlag auf ein Passagierflugzeug verübt. Der Daallo-Vorstandsvorsitzende hatte am Donnerstag Medienberichten zufolge erklärt, dass bei den ersten Untersuchungen Sprengstoffreste nachgewiesen worden seien. Einige Passagiere hatten von einer Explosion an Bord berichtet.   

Ein Passagier wurde den Behörden zufolge nach der Explosion durch das Loch im Rumpf aus dem Flugzeug gesogen. Körperteile eines aus großer Höhe abgestürzten Mannes wurden bei Bal'ad rund 30 Kilometer nordöstlich von Mogadischu gefunden. Es handelt sich nach Angaben des Ministers um einen somalischen Staatsbürger. Es könne aber noch nicht abschließend bestätigt werden, dass er tatsächlich aus dem Flugzeug gestürzt sei. 

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundespräsident Joachim Gauck hat eine offene Diskussion über die Begrenzung des Flüchtlingszuzugs gefordert. Begrenzungsstrategien könnten "moralisch und politisch geboten" sein, sagte Gauck im WDR-Rundfunk.

05.02.2016

Ex-Außenministerin Hillary Clinton hat ihrem Konkurrenten Bernie Sanders vorgeworfen, im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten eine Schmierenkampagne zu betreiben.

05.02.2016

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet in diesem Jahr noch einmal rund eine Million Flüchtlinge in Deutschland. "Wir werden das in diesem Jahr noch einmal schaffen, selbst wenn wir mit einer weiteren Million rechnen müssen - so alle Voraussagen", sagte er am Donnerstagabend bei einer SPD-Veranstaltung in Stuttgart.

05.02.2016
Anzeige