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Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat am Samstagabend sein Programm für die ersten hundert Tage im Weißen Haus vorgestellt.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat am Samstagabend sein Programm für die ersten hundert Tage im Weißen Haus vorgestellt.
 © AFP

US-Wahl

So stellt sich Trump die ersten 100 Tage vor

Nicht einmal mehr zwei Wochen bis zur Wahl und anhaltend schlechte Umfrageergebnisse – da muss sich der Republikaner Donald Trump etwas einfallen lassen. Kann er mit einem Programm für die ersten 100 Tage im Amt im Fall eines Wahlsieges überzeugen?

Pittsburgh. Mit der Vorstellung seines 100-Tage-Programms an historischem Ort hat der in Umfragen zurückgefallene US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump versucht, wieder Boden gut zu machen.

Steuern senken, Gesundheitsreform kippen

Im Fall seines Wahlsiegs werde er die Steuern für die Mittelschicht senken, Freihandelsverträge auf den Prüfstand stellen und die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama kippen, sagte der Republikaner in Gettysburg im Bundesstaat Pennsylvania.

An dem Ort der historischen Schlacht im Bürgerkrieg 1863 versprach Trump am Samstag zudem, innerhalb eines Jahrzehnts 25 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen und härter gegen illegale Einwanderung in die USA vorzugehen. Das Nafta-Abkommen mit Mexiko und Kanada wolle er neu verhandeln und das Pazifik-Freihandelsabkommen TPP werde er aufkündigen, sagte er. Die Vereinbarungen sind aus seiner Sicht für den Niedergang der US-Industrie und einen massiven Arbeitsplatzverlust verantwortlich. 

Als US-Präsident will Trump außerdem die Amtszeiten von Kongressmitgliedern beschränken. „Ein Wandel kann nur von außerhalb unseres kaputten Systems kommen“, sagte der 70-Jährige. Er werde den „Sumpf in Washington“ trockenlegen und mit einer „neuen Regierung des Volkes“ ersetzen. Seine Konkurrentin Hillary Clinton wolle diesen Wandel verhindern, sagte Trump.

Neue Vorwürfe wegen sexueller Belästigung

Überraschende Ankündigungen machte Trump in seiner 45-minütigen Rede nicht. Der Rechtspopulist setzte sich erneut auch gegen Vorwürfe mehrerer Frauen zur Wehr, er habe sie sexuell belästigt. „Diese Vorfälle sind nie geschehen“, sagte er. Er bezeichnete die Frauen als „Lügnerinnen“ und kündigte an, sie nach der Wahl zu verklagen. Zudem bekräftigte er seine Bedenken wegen angeblicher Wahlmanipulationen und beschuldigte die Medien, für seine sinkenden Umfragewerte verantwortlich zu sein.

Zweieinhalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 8. November liegt Clinton in Umfragen im Schnitt knapp sechs Prozentpunkte vor ihrem republikanischen Rivalen. Clinton sagte am Samstag während eines Fluges zu Wahlkampfterminen, sie werde nicht mehr auf Trumps Angriffe antworten. „Ich werde das amerikanische Volk entscheiden lassen zwischen dem, was er anbietet und dem, was wir anbieten.“

Von RND/dpa

Pittsburg

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