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Unbekannte verunsichern Wähler mit gefälschten Briefen.

Unbekannte verunsichern Wähler mit gefälschten Briefen.
 © imago stock&people

Gefälschter Brief

So ruft ein Fake-Brief zum Nichtwählen auf

Dieser Brief hat es in sich. Der Bundeswahlleiter eröffnet dem Empfänger, das Statistische Bundesamt habe die Wahlentscheidung schon errechnet. Zu Wahl müsse der Betreffende nicht mehr gehen. Ein Sprecher der Behörde kündigte juristische Schritte gegen die Urheber an.

Hannover.  Manchen Wählern flattert seit Anfang September ein ganz besonderes Anschreiben in den Briefkasten. Der Bundeswahlleiter meldet sich dort zu Wort. Das Statistische Bundesamt habe die persönliche Stimmabgabe geschätzt. Manchem wird eröffnet, er werde die Kleinpartei Bündnis Grundeinkommen oder Die Partei bibeltreuer Christen wählen. Sollte diese Schätzung tatsächlich den Präferenzen des Bürgers entsprechen, müsse er erst gar nicht zur Wahl gehen, seine Stimme werde automatisch gezählt.

Natürlich ist das Schreiben eine Fälschung. Interessant ist allerdings, wie der angebliche Bundeswahlleiter zu den Ergebnissen kommt. Als Quellen werden Kommentare und Posts auf Facebook und Twitter angeführt. Auch seien Daten aus der Browser-Historie und vorherige Wahlentscheidungen in die Auswertung eingeflossen. Die Behörde hätte beobachtet, wie die Wähler auf Kampagnen der Parteien in sozialen Medien reagiert hätten.

Ein Sprecher des Bundeswahlleiters bestätigte dem RedaktionsNetwzerk Deutschland (RND), dass „einige solcher Schreiben in Deutschland aufgetaucht sind“. Er betonte, keines dieser Schreiben stamme vom Bundeswahlleiter. „Das sind Fälschungen. Wir gehen juristisch dagegen vor.“ Weitere Einzelheiten nannte der Bundeswahlleiter nicht.

Von RND


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