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US-Präsident Donald Trump kehrt dem Klimaabkommen von Paris den Rücken.

US-Präsident Donald Trump kehrt dem Klimaabkommen von Paris den Rücken.
 © AP

Pariser Klimaschutzvertrag

So reagiert die Welt auf Trumps Austritt

US-Präsident Donald Trump kehrt dem Klimaabkommen von Paris den Rücken, das internationale Echo ist verheerend. Merkel, Macron, Obama und Clinton – die wichtigsten internationalen Reaktionen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Washington.  Der angekündigte Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen hat weltweit beispiellose Kritik am Kurswechsel Washingtons hervorgerufen. Die wichtigsten Reaktionen:

Deutschland

„Ich bedauere die Entscheidung des Präsidenten. Weiter alle Kraft für globale Klimapolitik, die unsere Erde bewahrt“, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Die Vereinigten Staaten schaden sich selbst, uns Europäern und allen anderen Völkern der Welt“, hieß es in einer gemeinsamen Reaktion mehrerer SPD-geführter Bundesministerien.

„Wer den Pariser Klimavertrag kündigt, versperrt den Weg zu Wachstum - und legt Hand an die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen“, twitterte Außenminister Sigmar Gabriel.

Frankreich

„Beim Klima gibt es keinen Plan B, weil es keinen Planeten B gibt“, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. „Heute Abend haben die Vereinigten Staaten der Welt den Rücken zugekehrt“, hieß es dort weiter. „Ich rufe Sie auf, zuversichtlich zu bleiben. Wir werden erfolgreich sein. Denn wir sind voll engagiert. Denn wo immer wir leben, wer immer wir sind, wir alle teilen die gleiche Verantwortung: Make our planet great again. Thank you“, spielte Macron auf Trumps Leitsatz „Make America great again“ an.

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Großbritannien

„Die Premierministerin hat ihre Enttäuschung mit der amerikanischen Entscheidung ausgedrückt und betont, dass das Vereinigte Königreich weiterhin zu dem Pariser Abkommen stehen wird“, hieß es in einer Pressemitteilung des Büros der britischen Premierministerin Theresa May, nachdem May mit Trump telefoniert hatte.

„Sich aus dem Pariser Klimaabkommen zurückzuziehen ist rücksichtslos und rückwärtsgewandt“, sagte der Oppositionsführer der britischen Labour-Partei Jeremy Corbin

USA

„Diese Regierung schließt sich einer kleinen Handvoll Nationen an, die die Zukunft verleugnen“, hieß es in einer Stellungnahme von Trumps Vorgänger Barack Obama.

„Ein historischer Fehler. Die Welt schreitet gemeinsam vorwärts gegen den Klimawandel. Der Ausstieg aus dem Pariser Abkommen lässt amerikanische Arbeiter und Familien zurück“, schrieb die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bei Twitter.

„Ich kann Ihnen versichern, dass wir den Richtlinien des Pariser Abkommens folgen werden - für unsere Menschen, unsere Wirtschaft und unsere Zukunft“, schrieb der demokratische Bürgermeister von Pittsburgh, Bill Peduto, auf Twitter.

Italien

„Heute zerreißt es denen das Herz, die die Zukunft lieben“, schrieb Italiens Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi auf Twitter.

Dänemark

„Dies ist ein trauriger Tag für die Welt. Dänemark steht bereit, den Klimakampf weiter zu führen, um künftige Generationen zu schützen“, schrieb Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen auf Twitter.

Schweden

„Die US-Entscheidung, das Paris-Abkommen aufzugeben, ist eine Entscheidung, die letzte Chance der Menschheit, die Zukunft unserer Kinder auf diesem Planeten zu sichern, aufzugeben“, schrieb Schwedens Außenministerin Margot Wallström auf Twitter.

China

In China wurde der Ausstieg der USA am Freitag als „globaler Rückschlag“ bezeichnet.

Bolivien

„Sich aus dem Abkommen von Paris zurückzuziehen, ist ein Verrat an der Mutter Erde“, Boliviens Staatspräsident Evo Morales.

Greenpeace

„Trumps Entscheidung ist eine moralische Bankrotterklärung. Mit seinem Alleingang sabotiert der Präsident den Schutz des Klimas, aber er bringt ihn nicht zu Fall - nicht weltweit und auch nicht in den USA“, betonte Greenpeace-Geschäftsführerin Sweelin Heuss.

UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete Trumps Ankündigung als „große Enttäuschung“. Der für Klimafragen zuständige EU-Kommissar Miguel Arias Cañete sprach von einem „traurigen Tag für die Weltgemeinschaft“. Frank Bainimarama, der Vorsitzende des diesjährigen Weltklima-Gipfels und Ministerpräsident des Pazifik-Staates Fidschi, erklärte: „Das ist eine große Enttäuschung, vor allem für die Bürger von gefährdeten Nationen rund um die Welt.“

Von RND/are/dpa

Washington 

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