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Seit Anfang 2015 wird Frankreich immer wieder von schweren Terror-Anschlägen erschüttert.

Seit Anfang 2015 wird Frankreich immer wieder von schweren Terror-Anschlägen erschüttert.
 © dpa/Montage

Ein Jahr nach den Anschlägen

So hat der Terror Frankreich verändert

130 Menschen starben bei den schrecklichen Terror-Anschlägen von Paris am Freitag, den 13. November 2015. Ein Tag, der die westliche Welt grundlegend verändert hat. Wie sich das alltägliche Leben in der französischen Hauptstadt gewandelt hat, lesen Sie hier.

Paris. Die Anschlagsserie seit Januar 2015 hat Frankreich ins Mark getroffen. Der Terror begann mit einem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris – die schwer bewaffneten Täter erschossen zwölf Menschen.

 
Am 13. November wurde die französische Hauptstadt von einer Serie von Anschlägen erschüttert. 130 Menschen starben bei terroristischen Angriffen auf Restaurants, das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich im Stade de France sowie die Konzerthalle „Bataclan“.

Im Juli fuhr der Attentäter Mohamed Bouhlel mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen kamen bei dem Anschlag auf der Promenade des Anglais in Nizza ums Leben. Frankreich reagierte mit mehr Polizei und strengeren Gesetzen. Das ist auch im Alltag sichtbar.

Ausnahmezustand

Der Ausnahmezustand wurde in der Pariser Terrornacht vom 13. November verhängt und im Sommer bis Anfang 2017 verlängert. Damals starben bei einer Anschlagsserie 130 Menschen, Hunderte wurden verletzt. Er gibt den Sicherheitsbehörden teils umstrittene Sonderrechte. So wurden bereits mehr als 4000 Hausdurchsuchungen ohne Richterbeschluss durchgeführt. Der Innenminister kann auch Hausarreste anordnen.

Militäreinsatz

Die bereits im September 2014 begonnenen Luftangriffe gegen IS-Stellungen erst im Irak, dann auch in Syrien wurden ausgeweitet. Mehr als 1600 Bomben und Raketen haben französische Kampfjets bereits abgefeuert. Die Armee berät zudem irakische Kräfte und hat auch Artillerie geschickt.

Neue Sicherheitsgesetze

Gleich mehrfach haben die Pariser Abgeordneten die Anti-Terror-Gesetze verschärft. Rückkehrer aus Kampfgebieten von Terrorgruppen können einen Monat unter Hausarrest gestellt werden, Ermittler leichter Abhörmaßnahmen nutzen, der regelmäßige Besuch terroristischer Webseiten ist strafbar. Menschen können bei Identitätskontrollen bis zu vier Stunden festgehalten werden, wenn ihr Verhalten einen Terrorverdacht nahelegt.

Polizei

Die Regierung hat 5000 neue Stellen bei der Polizei zugesagt. Die Anti-Terror-Spezialeinheiten wurden neu aufgestellt. Eigentlich auf Kriminalitätsbekämpfung ausgerichtete Einheiten erhielten schwerere Waffen - auch deutsche G36-Sturmgewehre -, um bei Terror abseits der großen Zentren schneller eingreifen zu können.

Soldaten im Inland

 Als Teil des Anti-Terror-Plans Vigipirate patrouillieren bis zu 10 000 Soldaten an gefährdeten Orten, etwa Pariser Touristenattraktionen und Bahnhöfen. Um die Sicherheitskräfte zu entlasten, wird eine Nationalgarde aufgebaut.

Sicherheitsvorkehrungen

Für Großveranstaltungen gibt es oft strengere Auflagen etwa zu Taschenkontrollen.

Von RND/dpa/are

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