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Deutschland/Welt Sieht so das typische Nazizimmer aus?
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Sieht so das typische Nazizimmer aus?
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14:45 11.08.2016
SCREENSHOT: So sieht das zimmer auf www.kein-raum-fuer-rechts.de aus. Quelle: Sozialministerium
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Hannover

Jugendliche, aber auch Eltern oder Lehrer können auf dem Computer, Tablet oder Smartphone virtuell in die Welt des jungen Nazis eintauchen. Sie erfahren, welche Fanartikel, Kleidungsstücke oder Musik charakteristisch für die Szene sind.

"Wir wollen enttarnen, statt zu verharmlosen", sagte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) am Donnerstag in Hannover. Konzipiert wurde das Projekt vom Zentrum für Demokratische Bildung in Wolfsburg und der Journalistin und Rechtsextremismusexpertin Andrea Röpke.

"Um das Neonazi-Zimmer möglichst realitätsnah einzurichten, haben wir Informationen über polizeiliche Hausdurchsuchungen bei Neonazis zusammengetragen", sagte Röpke. Als Vorlage dienten auch die Jugendzimmer der Mitglieder der rechtsextremen NSU wie Beate Tzschäpe.

Per Mausklick können Nutzer Schränke öffnen, Musik abspielen oder Videos anschauen. Dabei kommen unter anderen Berater für den Ausstieg aus dem Rechtsextremismus zu Wort. Ein Ziel sei es, zu erklären, welche menschenverachtende Haltung sich hinter den jeweiligen Symbolen verberge, sagte Rundt.

Rechtsextremistisch motivierte Straftaten hätten deutlich zugenommen. 2014 habe es etwa in Niedersachsen acht politisch motivierte Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gegeben, 2015 seien es bereits 110 gewesen. Von den Zahlen her sei die rechtsextreme Gewalt derzeit ein weitaus größeres Problem als etwa der Islamismus.

Hier gelangen Sie auf die Webseite www.kein-raum-fuer-rechts.de

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