Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Serbien rechnet mit Koruption ab
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Serbien rechnet mit Koruption ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 30.03.2013
Der serbische Vizeministerpräsident Aleksandar Vucic rechnet mit «verbrecherischer» Korruption in seinem Land ab. Quelle: Hannibal/Archiv
Anzeige
Belgrad

In den vergangenen sechs Monaten seien 89 Personen wegen groß angelegter Korruption festgenommen worden. Der Schaden für den Staat habe allein in diesen Fällen knapp 80 Milliarden Dinare (über 700 Millionen Euro) betragen. Serbien gilt traditionell als eines der korruptesten Länder Europas.

 Der ehemalige Spitzenpolitiker Nemanja Kolesar, der in den zwielichtigen Verkauf des größten Stahlwerks Sartid in der Stadt Smederevo im Jahr 2003 verstrickt sein soll, wurde am Samstag in Untersuchungshaft genommen. Der wichtigste Industriebetrieb Serbiens, den das österreichische Stahlunternehmen Voestalpine für über 335 Millionen Euro (261 Millionen Euro) hatte kaufen wollen, wurde zum Schnäppchenpreis von 23 Millionen Euro an die US Steel Corporation verkauft.

 Für die Sartid-Schulden in Höhe von 1,4 Milliarden Euro mussten die Steuerzahler aufkommen. Österreichische und deutsche Banken blieben auf Krediten von über 85 Millionen Euro sitzen. An Schmiergeldern sollen laut serbischer Regierung 100 Millionen Dollar geflossen sein.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige