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Deutschland/Welt Sechs Tote bei neuer Gewalt im Gazastreifen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Sechs Tote bei neuer Gewalt im Gazastreifen
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14:35 11.11.2012
Israelis rennen nach einem Raketenalarm zu einem Schutzraum in Sderot. Quelle: Jim Hollander
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Gaza/Tel Aviv

n. Seitdem haben militante Palästinenser nach israelischen Polizei- und Armeeangaben mehr als 60 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte am Sonntag mit einer härteren Gangart, sollten die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen andauern. "Die Welt muss verstehen, dass Israel nicht mit verschränkten Armen dasitzen wird, während man uns Schaden zufügt", sagte er während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. "Wir sind darauf vorbereitet, die Reaktion zu verstärken." Vize-Ministerpräsident Silvan Schalom sagte nach Angaben des israelischen Rundfunks, notfalls müsse man die Armee zu einer neuen Bodenoffensive in den Gazastreifen schicken.

Militante Palästinenser hatten am Samstag einen gepanzerten israelischen Jeep auf Patrouillenfahrt am Grenzzaun beschossen. In dem zerstörten Fahrzeug seien vier Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer, teilte das Militär mit.

Nach dem Einschlag der Rakete in den gepanzerten Jeep hätten Panzer die Angreifer in Setun, einem Stadtteil im Osten von Gaza-Stadt, unter Feuer genommen, teilte die israelische Armee weiter mit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza-Stadt kamen dabei vier Zivilisten im Alter von 15 bis 20 Jahren ums Leben, 27 seien verletzt worden.

Die israelische Luftwaffe griff in der Nacht zum Sonntag acht Ziele im Gazastreifen an, nach Militärangaben Waffenfabriken und -lager sowie Raketenabschussrampen. Dabei wurden im nördlichen Gazastreifen zwei weitere Palästinenser getötet, beide Mitglieder der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Die Gruppierung teilte mit, sie habe insgesamt 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. "Die zionistischen Verbrechen werden nicht ungestraft bleiben", hieß es in einer Stellungnahme der Organisation, die eine "erdbebenartige Reaktion" ankündigte.

dpa

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