Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Schulden und Umweltfrevel gefährden Zukunft der Kinder
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Schulden und Umweltfrevel gefährden Zukunft der Kinder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:30 11.04.2013
Alle OECD-Staaten verbrauchen mehr Ressourcen, als die Erde verkraften kann. Quelle: Arno Burgi
Anzeige
Gütersloh

Deutschland schneide in diesem Vergleich mittelmäßig ab, heißt es in der Studie der Bertelsmann Stiftung über die Generationengerechtigkeit in 29 OECD-Staaten.

In der Bundesrepublik hat der Untersuchung zufolge jedes Kind rechnerisch einen Anteil von 192 000 Euro an den Staatsschulden (Stand: Ende 2011). In Japan sind es demnach sogar 571 000 Euro. Die Unterschiede sind groß: So entfallen laut der Studie in Estland auf jedes Kind unter 15 Jahren 4600 Euro Staatsschulden, in Griechenland sind es rund 215 000 Euro.

Alle OECD-Staaten verbrauchten darüber hinaus mehr Ressourcen, als die Erde verkraften könne. Der sogenannte ökologische Fußabdruck dürfe mit Blick auf ein generationengerechtes Handeln im globalen Maßstab durchschnittlich nicht größer sein als 1,8 Hektar pro Person, heißt es in der Studie. Tatsächlich verbraucht Deutschland aber 4,6 Hektar pro Person. Am Schluss liegen Belgien und die USA mit 7,2 Hektar und Dänemark mit 8,3 Hektar pro Person. Der ökologische Fußabdruck ist die Maßeinheit für die Menge verbrauchter Ressourcen.

Ein weiterer Indikator für ein Gerechtigkeitsdefizit zwischen den Generationen sei das Ausmaß der Kinderarmut, auch im Verhältnis zur Altersarmut, heißt es in der Studie. Das größte Missverhältnis zwischen Kinder- und Altersarmut weisen die Niederlande auf: Während die Kinderarmut dort bei 9,6 Prozent liegt, sind nur 1,7 Prozent der älteren Menschen von Armut betroffen.

Unter dem Strich sieht die Stiftung einen großen Handlungsbedarf in allen OECD-Staaten: Für mehr Generationengerechtigkeit sollte mehr Geld in die Bildung der Kinder investiert werden. Umweltbezogene Steuern sollten danach vermehrt dazu verwendet werden, den Wohlfahrtsstaat in Zeiten des demografischen Wandels zu stützen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit Beratungen über die Situation in Syrien haben die Außenminister der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands (G8) ihre zweitägigen Beratungen in London aufgenommen.

10.04.2013

Deutschland muss nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Zuwanderer stärker als bisher integrieren. "Es reicht nicht aus, ein Land zu sein mit einer hohen Migrationsquote, sondern wir müssen auch zu einem Integrationsland werden", sagte Merkel bei einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am Mittwoch in Nürnberg.

10.04.2013

Ein neues rechtsextremes Netzwerk in Gefängnissen hat auch Kontakt zu der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe gesucht. Ihr Name und die Anschrift in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf standen auf einer Liste, die in der Zelle eines verurteilten Neonazis im Gefängnis Hünfeld in Hessen gefunden wurde.

10.04.2013
Anzeige