Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Schavan in Plagiatsaffäre kämpferisch - Vorwurf abgeschwächt?
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Schavan in Plagiatsaffäre kämpferisch - Vorwurf abgeschwächt?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:32 19.01.2013
Die Dissertation von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Quelle: Daniel Naupold
Anzeige
Berlin/Düsseldorf

e. "Ich trete am 25. Januar an. Das bin ich der Wissenschaft schuldig", sagte die 57-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Ihr CDU-Kreisverband Ulm/Alb-Donau will sie in jedem Fall nominieren.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hat die Hochschule den Plagiatsvorwurf abgeschwächt. Den Vorwurf, Schavan habe absichtlich getäuscht, erhebe die zuständige Promotionskommission nicht mehr, schrieb das Blatt am Samstag ohne Angabe von Quellen. Jedoch spreche sich die Kommission weiter dafür aus, ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels einzuleiten. Denn Schavan habe in Kauf genommen, mit ihrer Zitierweise gegen gängige Regeln wissenschaftlichen Arbeitens zu verstoßen.

Im Umfeld der Ministerin wird nach Informationen der "FAS" für den Fall einer Aberkennung des Titels mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung gerechnet. Am Dienstag entscheidet der Rat der Philosophischen Fakultät Düsseldorf darüber, ob das Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels offiziell eröffnet wird. Schavan wird vorgeworfen, in ihrer Doktorarbeit fremde Textpassagen ohne sauberen Nachweis übernommen zu haben. Schavan hatte die Dissertation vor 33 Jahren veröffentlicht.

Ein interner Prüfbericht der Uni Düsseldorf, der im vergangenen Oktober bekanntwurde, hatte Schavan eine "leitende Täuschungsabsicht" bescheinigt. Schavan empfindet das als besonders ehrenrührig - und hat den Vorwurf zurückgewiesen. Ob die Wissenschaftsministerin im Fall einer Aberkennung des Doktortitels im Amt bleiben will, ist unklar. In Unionskreisen hatte es geheißen, verliere Schavan ihren Doktortitel, werde sie im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schwer zu halten sein. Die Eröffnung eines Verfahrens sei aber noch kein Rücktrittsgrund.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach hat sich in einer Kampfabstimmung als Bundestagskandidatin der CDU in Frankfurt durchgesetzt. Die 69-Jährige schlug am Samstag bei einer Delegiertenversammlung zwei jüngere Mitbewerber aus dem Feld.

19.01.2013

Mit einem weiteren Blutbad ist das Geiseldrama in der algerischen Wüste nach drei Tagen zu Ende gegangen. Einheiten der algerischen Armee stürmten am Samstag die Gasanlage bei In Amenas im Osten des Landes.

19.01.2013

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei der Bundestagswahl im Herbst ihr Direktmandat in Mecklenburg-Vorpommern verteidigen. Die vorpommersche CDU-Basis nominierte die Kanzlerin einstimmig als Direktkandidatin des Wahlkreises 15, der die Region Stralsund, Greifswald und Rügen umfasst.

19.01.2013
Anzeige