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Interview

Schäuble: Globale Gier ist Ursache für VW-Abgas-Krise

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet gravierende, strukturelle Veränderungen bei Volkswagen als Ergebnis der VW-Affäre. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte der CDU-Politiker: „VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war."

Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet als Ergebnis der VW-Affäre einen strukturell stark umgebauten VW-Konzern. In einem Interview sagte der CDU-Politiker angesichts der Folgen des Abgas-Betrugs: „Man steht fassungslos davor und sieht doch immer wieder, wie das endet.“Wie schon bei der Finanzmarktkrise habe sich herausgestellt, dass der globale Wettbewerb, „wenn man auf dem Weltmarkt erfolgreich sein will, unglaublich brutal“ sei. Immer wollten alle „die Größten“ seien.

Bei diesem Streben spiele auch Gier immer eine Rolle. „Nicht nur unter den Banken. Es ist auch die Gier nach Ruhm, nach Anerkennung“, sagte Schäuble.Mit Blick auf den Wolfsburger Weltkonzern meinte der Finanzminister: „VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war. Da wird sich strukturell viel ändern.“ Der Staat sollte aber nicht glauben, er könne alles besser machen als die Wirtschaft. Eine Gefahr für den Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland sieht Schäuble durch den Betrug bei VW aber nicht. „Wir werden auch aus dieser Krise stärker herauskommen. Wir lernen aus Krisen.“


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