Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt SPD-Spitze: Zukunftsvision entwickeln und Wähler "mitreißen"
Nachrichten Politik Deutschland/Welt SPD-Spitze: Zukunftsvision entwickeln und Wähler "mitreißen"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:22 26.07.2015
Ex-Finanzminister Peer Steinbrück setzt bei der Bundestagswahl 2017 auf Sigmar Gabriel als Spitzenkandidaten. Quelle: Hannibal/Archiv
Anzeige
Berlin

"Wir müssen uns noch stärker fragen, was den Leuten unter den Nägeln brennt", sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Die SPD müsse zeigen, dass sie eine Vorstellung von Deutschland in 15 oder 20 Jahren habe. "Das ist noch nicht gelungen. Da müssen wir uns noch mehr anstrengen."

In der ersten Hälfte der Legislaturperiode habe die SPD vor allem Versprechen der Vergangenheit abgearbeitet. "Aber die Menschen wählen die Zukunft", sagte sie der "Frankfurter Rundschau". Seit Monaten pendelt die SPD in den meisten Umfragen um die 25/26 Prozent.

Der 2013 gescheiterte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte der "Bild am Sonntag", der Partei fehlten für ein gutes Wahlergebnis bislang die richtigen Inhalte. "Wenn die SPD weiter so auftritt wie derzeit, wird sie es schwer haben, über 30 Prozent zu kommen. Sie mobilisiert nicht, sie weckt keinen Enthusiasmus, sie reißt niemanden mit."

Entscheidend sei, mit welcher "Erzählung" die SPD 2017 antreten werde. "Momentan erscheint sie mir kaum präsent, zentrale Zukunftsfragen zu thematisieren", monierte der frühere Bundesfinanzminister. Er warnte: "Das Abarbeiten des Koalitionsvertrages wird die SPD nicht über 30 Prozent führen."

Schuld an den schlechten Umfragewerten sei eine eindimensionale Politik: "Die Fixierung weiter Teile der SPD auf das Thema soziale Gerechtigkeit wird nicht reichen. Zumal andere Parteien wie die Grünen, die Linken oder CDU/CSU ja nicht wie die Abrissbirne des Sozialstaates dastehen. Die SPD muss auch auf eine wirtschaftliche und kulturelle Mehrheit zielen." Zugleich sprach sich Steinbrück dafür aus, dass die Sozialdemokraten 2017 mit Parteichef Sigmar Gabriel an der Spitze antreten.

Der Kieler Regierungschef Torsten Albig (SPD) hatte Ende der Woche mit unverblümten Äußerungen über die Wahlchancen der SPD für Aufsehen gesorgt. Er sagte in einem NDR-Interview, es sei schwer, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu gewinnen. Merkel sei eine gute Kanzlerin. Daher könne auch eine bloße Regierungsbeteiligung Wahlziel der SPD sein. Albig stellte dabei auch eine Kanzlerkandidatur der SPD infrage: "Ob da die Bezeichnung Kanzlerkandidat noch richtig ist, das werden wir sehen."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vor Beginn einer einseitig verkündeten Feuerpause hat ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis die bislang tödlichsten Luftangriffe auf das Nachbarland Jemen geflogen.

26.07.2015

Dies gelte für die Euro-Krisenländer Griechenland, Italien und Portugal ebenso wie für Spanien, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.

26.07.2015

Bei Zusammenstößen mit muslimischen Gläubigen in Jerusalem sind israelische Polizisten nach eigenen Angaben in die Al-Aksa-Moschee eingedrungen. Die Beamten seien einige Meter in die Moschee vorgedrungen, um deren Haupttüren zu schließen, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld.

26.07.2015
Anzeige