Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt SPD-Politiker offen für Urwahl des Kanzlerkandidaten
Nachrichten Politik Deutschland/Welt SPD-Politiker offen für Urwahl des Kanzlerkandidaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:36 05.08.2015
Kann sich eine Urwahl des nächsten Kanzlerkandidaten vorstellen: SPD-Vize Ralf Stegner. Quelle: Carsten Rehder/Archiv
Anzeige
Berlin

"Ein Auskungeln eines Kandidaten wie vor den letzten Wahlen macht die SPD nicht mehr mit", sagte sie der Tageszeitung "Die Welt". "Jedes Mitglied soll bei dieser Urwahl mitentscheiden dürfen."

Stegner kann sich ein solches Verfahren durchaus vorstellen. Der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel habe selbst immer wieder gesagt, bei mehreren Kandidaten sei eine Entscheidung der Mitglieder gefragt. "Der Vorsitzende muss also von niemandem dazu aufgefordert oder gar gedrängt werden", sagte der Fraktionschef der SPD im Kieler Landtag, der zu den Parteilinken zählt.

Auch der konservative Parteiflügel schließt eine Urwahl nicht aus: Der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, räumte im "Handelsblatt" (Donnerstag) ein: "Bei mehreren ernsthaften Kandidaten kann man eine Mitgliederbefragung durchführen."

Vor der Bundestagswahl 2013 hatten die Grünen als bislang einzige Partei ihre Spitzenkandidaten per Urabstimmung gekürt. Bei der SPD gab es 1993 zumindest eine Urwahl des Parteivorsitzenden, bei der sich damals Rudolf Scharping durchsetzte. Seitdem diskutieren die Sozialdemokraten im Vorfeld von Bundestagswahlen regelmäßig über eine Urwahl ihres Kanzlerkandidaten. Bis heute ist es noch nie dazu gekommen, doch nach der Wahl 2013 ließ Parteichef Gabriel die Mitglieder zumindest über den Koalitionsvertrag abstimmen.

Dass die SPD für die Bundestagswahl 2017 einen Spitzenkandidaten aufstellt, scheint mittlerweile sicher. Vor knapp zwei Wochen hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) die Notwendigkeit eines eigenen Kanzlerkandidaten in Zweifel gezogen, weil Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) ohnehin kaum zu schlagen sei - doch dieser Vorstoß wurde innerhalb der SPD unisono als abwegig bezeichnet. Auch Uekermann distanzierte sich deutlich: "Torsten Albig hat offenbar zu viel im Wind gestanden."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

DGB-Chef Reiner Hoffmann dringt wegen des wachsenden Zustroms von Flüchtlingen auf mehr Unterstützung des Bundes für die Kommunen. "Hier muss dringend der Bund Verantwortung übernehmen", sagte Hoffmann in Mainz.

05.08.2015

Deutsche Professoren vergeben bei Promotionen laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" immer häufiger die Bestnote "summa cum laude". Der Anteil der Spitzennote sei innerhalb von gut zehn Jahren in fast allen Fächern gestiegen, wie eine Auswertung einer Datenbank des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (IFQ) zeige, heißt es in dem Bericht.

05.08.2015

Die zehn Kandidaten für die erste TV-Debatte der Republikaner im US-Vorwahlkampf stehen fest. Neben Unternehmer Donald Trump, Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush und Wisconsins Gouverneur Scott Walker schafften Arkansas' Ex-Gouverneur Mike Huckabee, der Tea-Party-Mann Ben Carson sowie die Senatoren Ted Cruz, Marco Rubio und Rand Paul den Sprung in die Debatte.

05.08.2015
Anzeige