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Vorbereitung auf das Großmanöver Anakonda: Erstmals werden auch Zivilisten, die paramilitärischen Gruppen angehören, an der Übung beteiligt.

Vorbereitung auf das Großmanöver Anakonda: Erstmals werden auch Zivilisten, die paramilitärischen Gruppen angehören, an der Übung beteiligt. © Marcin Bielecki

Militär

Russland kritisiert Großmanöver "Anakonda" in Polen

Fallschirmspringer, Panzer und Sirenen in Warschau sind ungewohnt. Polen erlebt die größte internationale Militärübung seit 1989. Scharfe Kritik an dem Manöver "Anakonda" kommt aus Russland.

Warschau. Gut einen Monat vor dem Nato-Gipfel in Warschau testen in Polen mehr als 31 000 Soldaten aus 24 Staaten den Verteidigungsfall auf dem Boden, in der Luft und auf dem Wasser.

An der zehntägigen internationalen Übung "Anakonda 2016" beteiligen sich seit Dienstag nicht nur Truppen aus Nato-Staaten, sondern auch Soldaten aus Partnerländern wie Schweden, Georgien und der Ukraine. Zum Auftakt des Manövers stand am Dienstag der Absprung von 2000 polnischen, britischen und amerikanischen Fallschirmjägern bei Torun auf dem Manöverprogramm.

Seit 2006 wird in Polen alle zwei Jahre unter dem Namen "Anakonda" trainiert. Die internationale Übung soll auch Solidarität mit den Staaten im Osten des Nato-Gebiets demonstrieren. Sie sind angesichts des andauernden Konflikts in der Ukraine um die eigene Sicherheit besorgt. "Wir stehen Schulter an Schulter mit Polen", sagte US-General Mark Milley während der Eröffnungszeremonie am Montag betont.

Zeitgleich zu "Anakonda" wird in Warschau und anderen Städten bis Freitag die Übung "Renegade" abgehalten, die sich auf die Abwehr von Anschlägen und den Einsatz bei Katastrophen konzentriert. Geübt werden unter anderem das Abdrängen eines Flugzeugs, das in gesperrten Luftraum eindringt, und die Verhinderung einer Entführung. Das berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Dienstag unter Berufung auf den Einsatzleiter.

Russland hat das groß angelegte Militärmanöver "Anakonda 2016" in Polen scharf kritisiert. Die Übung trage nicht dazu bei, eine Atmosphäre von Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Es gebe ein Vertrauensdefizit im Verhältnis zum Westen, meinte er der Agentur Interfax zufolge. 

dpa


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