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Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, kritisiert Steinmeiers Äußerungen zu den Nato-Übungen in Polen.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, kritisiert Steinmeiers Äußerungen zu den Nato-Übungen in Polen. © Soeren Stache/Archiv

Verteidigung

Röttgen weist Steinmeiers Nato-Kritik scharf zurück

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, hat die Nato-Kritik von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) scharf zurückgewiesen.

Hamburg. "Er warnt vor lautem Säbelrasseln und Kriegsgeheul. Wen meint der Außenminister mit diesem ungeheuerlichen Vorwurf?", sagte der CDU-Außenpolitiker "Spiegel online". "Er mahnt zu Dialogbereitschaft. Wer bestreitet das im Ernst?" Röttgen warf Steinmeier vor, sich über die Russland-Frage innerparteilich und innenpolitisch profilieren zu wollen. "Er hat das gar nicht nötig und sollte es einfach sein lassen."

Mit Blick auf den bevorstehenden Nato-Gipfel in Warschau hatte Steinmeier den Westen zum Dialog mit Russland aufgerufen. Zugleich mahnte er: "Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt."

Rückendeckung erhielt Steinmeier dafür vom Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin. "Die baltischen Staaten sind nicht tatsächlich durch Russland bedroht, sie fühlen sich bedroht", sagte Trittin "Spiegel online". Der Kurs der Nato sei deshalb fragwürdig. Vor allem die Truppenübung "Anakonda" in Polen, an der 31 000 Soldaten aus 24 Ländern teilnahmen, war in Russland auf Kritik gestoßen.

dpa


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