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Deutschland/Welt Röttgen fordert konkrete Ergebnisse in Kopenhagen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Röttgen fordert konkrete Ergebnisse in Kopenhagen
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12:51 11.12.2009
Umweltminister Norbert Röttgen fordert konkrete Ergebnisse in Kopenhagen. Quelle: ddp

Berlin. „Der Klimawandel schreitet voran und darum muss die Politik handeln“, unterstrich Röttgen am Freitag in Berlin. „Es wird keine bessere Gelegenheit mehr geben, zu Entscheidungen zu kommen.“ Oberstes Ziel sei, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Röttgen wird ab Samstag an den Klimaverhandlungen in Kopenhagen teilnehmen.

Den bisherigen Verlauf des Kopenhagener Gipfels bewertete Röttgen positiv. Es habe sich ein Verhandlungsklima entwickelt, „das vom Erfolgswillen gekennzeichnet sei“. „Der Misserfolg von Kopenhagen wäre der Misserfolg von 100 Staats- und Regierungschefs“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe positive Signale von vielen Staaten. So hätten die USA und wichtige Schwellenländer wie China und Brasilien konkrete Minderungsziele vorgelegt, Russland habe sein Angebot verbessert. Röttgen räumte jedoch auch ein, dass die Konferenz „noch nicht zum Selbstläufer“ geworden sei.

Röttgen bekräftigte die Vorreiterrolle Deutschlands. Er halte nicht viel vom Prinzip „Wir bewegen uns erst, wenn Du Dich bewegst“, sagte der Umweltminister und verwies auf das Ziel Deutschlands, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Dies sei unter anderem sei nur zu erreichen, indem die Energieeffizienz deutlich gesteigert werde, sagte Röttgen und bekräftigte das Ziel einer Effizienzsteigerung von drei Prozent pro Jahr. Er warb außerdem für den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Röttgen sprach sich auch für eine zusätzliche finanzielle Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer aus. „Wir werden nicht bisherige Leistungen für Aids-Bekämpfung und anderes verrechnen mit dem, was an Klimaschutz nötig ist“, sagte Röttgen. In den nächsten drei Jahren seien kurzfristige Finanzhilfen in Höhe von fünf bis sieben Milliarden Euro pro Jahr notwendig. Davon habe die EU ungefähr 30 Prozent zu tragen, wovon Deutschland wiederum 20 Prozent übernehmen müsse. Außerdem sprach er sich für langfristige Zusagen aus. Derzeit beraten die Staat- und Regierungschefs der EU in Brüssel über eine gemeinsame Strategie für die Kopenhagener Klimakonferenz.

ddp

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