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Die Niedersachsen-Wahl entscheidet auch über das politische Schicksal von FDP-Chef Rösler. Der betont allerdings, es gehe allein um das Land.

Die Niedersachsen-Wahl entscheidet auch über das politische Schicksal von FDP-Chef Rösler. Der betont allerdings, es gehe allein um das Land.© Maurizio Gambarini/Archiv

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Rösler vor Wahl: "Es geht nicht um mich"

Der angeschlagene FDP-Vorsitzende Philipp Rösler sieht die Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag nicht als Abstimmung über sein eigenes politisches Schicksal.

Berlin. "Ich stehe dort nicht zur Wahl. Es geht nicht um mich", sagte Rösler der Zeitung "Die Welt".

Im Wahlkampf spüre er großen Zuspruch, betonte der aus Niedersachsen stammende Bundeswirtschaftsminister. Der als möglicher Rösler-Nachfolger gehandelte Fraktionschef Rainer Brüderle wies Ambitionen auf das Amt zurück. "Diese Frage stellt sich überhaupt nicht. Unser Parteivorsitzender ist Philipp Rösler, der mit über 95 Prozent gewählt wurde", sagte Brüderle der "Rheinischen Post". Schwarz-Gelb wolle in Hannover und später auch im Bund gewinnen.

In einem dpa-Gespräch unterstrich Rösler, dass die FDP auf Bundesebene auf eine strikte Anti-Schulden-Politik setze. "Wir zeigen ja gerade in Niedersachsen, wie Glaubwürdigkeit funktionieren kann." In den Umfragen schlägt sich das noch nicht wieder. Im neuen Forsa-Wahltrend für "Stern" und RTL legt die FDP zwar um einen Punkt zu, hätte mit 3 Prozent aber weiterhin keine Chance auf einen Verbleib im Bundestag.

Nordrhein-Westfalens FDP-Chef Christian Lindner rechnet am kommenden Wahlsonntag mit 6,5 Prozent für seine Partei. Auch bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2012 hätten viele "auf den letzten Metern" erkannt, dass nicht eine Bundespartei zur Abstimmung steht, sondern die Zukunft des eigenen Landes, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Zur Frage, wie viel Prozent nötig seien, damit Rösler politisch überlebe, wollte sich Lindner nicht äußern. In letzten Umfragen lag die FDP in Niedersachsen bei 5 Prozent und würde damit haarscharf wieder in den Landtag einziehen.

Ein von vielen FDP-Politikern gefordertes Vorziehen des im Mai geplanten Bundesparteitags schloss Rösler nicht aus. "Diese Frage beantworten wir, wenn es an der Zeit ist, und das ist nach der Niedersachsen-Wahl." Der Vizekanzler forderte ein Ende der Personaldebatte in der FDP. "Es nutzt der Partei am meisten, wenn sich alle auf Niedersachsen konzentrieren", sagte er. "Alles, was der Partei nützt, sollte man tun. Und alles, was ihr schadet, sollte man lassen." Ausdrücklich lobte Rösler die Zusammenarbeit mit Brüderle. "Wir führen viele vertrauliche Gespräche. Das zeigt, dass wir eine hervorragende Basis haben. Rainer Brüderle ist ein großartiger Liberaler."

dpa


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