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Afghanistan

Prüfung der Kundus-Vorgänge dauert an

Die Karlsruher Bundesanwaltschaft prüft weiterhin, ob in der Kundus-Affäre Ermittlungen gegen Bundeswehr- Oberst Georg Klein (56) eingeleitet werden oder nicht. Derzeit würden die inzwischen eingegangenen Antworten der Bundeswehr auf einen Fragenkatalog ausgewertet, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage.
Deutsche ISAF Soldaten machen sich in Kundus für eine Aussenmission bereit.

Deutsche ISAF Soldaten machen sich in Kundus für eine Aussenmission bereit.

© ap (Symbolbild)

Die Behörde hatte ergänzende Fragen zum Ablauf des von Klein befohlenen Luftangriffs am 4. September 2009 nahe der nordafghanischen Stadt Kundus gestellt. Wann mit einem Ergebnis der Vorklärungen gerechnet werden könne, ist nach Angaben des Sprechers weiterhin nicht absehbar.

Bei dem Bombardement waren nach NATO-Angaben bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter zahlreiche Zivilisten. Die Bundesregierung hat den deutschen Afghanistan-Einsatz inzwischen als „bewaffneten Konflikt im Sinne des humanitären Völkerrechts“ eingestuft. Klein hatte am 10. Februar vor dem Bundestags- Untersuchungsausschuss zu dem Luftangriff ausgesagt.

dpa


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