Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Parteivize: Flüchtlingskrise "Geschenk" für die AfD
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Parteivize: Flüchtlingskrise "Geschenk" für die AfD
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 12.12.2015
AfD-Vize Gauland: «Natürlich verdanken wir unseren Wiederaufstieg in erster Linie der Flüchtlingskrise». Quelle: Swen Pförtner
Anzeige
Hamburg

"Natürlich verdanken wir unseren Wiederaufstieg in erster Linie der Flüchtlingskrise", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Man kann diese Krise ein Geschenk für uns nennen", sagte er. "Sie war sehr hilfreich."

Die Alternative für Deutschland lag im Sommer wegen eines Führungs- und Richtungsstreits und einer Abspaltung in Umfragen bei 3 Prozent. Kürzlich wurde sie in einer Umfrage mit 10,5 Prozent erstmals drittstärkste Partei in Deutschland.

Der innenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck, warf der AfD vor, sie entlarve sich als "Rattenfänger": Der "Krisengewinnler" Gauland habe gezeigt, was für ein "Heuchlerbande" die AfD sei. "Zynisch freut man sich über Krisen, zur Bewältigung trägt man nichts bei. Jetzt müsste auch dem letzten verirrten Bürger klar sein, dass Demokraten und anständige Bürger diesen zynischen Rattenfängern nicht hinterherlaufen."

Unionsfraktionschef Volker Kauder will sich derweil ungeachtet hoher Umfragewerte für die AfD weiter auf keine Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten einlassen. "Aus Erfahrung weiß ich, je mehr wir über NPD, Republikaner, AfD sprechen, umso interessanter machen wir diese, sagte Kauder der Deutschen Presse-Agentur. "Deswegen möchte ich nicht darüber reden. Es wäre kontraproduktiv." Der CDU-Politiker bekräftigte das "klare Nein" der Union zu einer Koalition mit der AfD.

Der Baden-Württemberger sagte, dass diese Strategie des Ignorierens in seinem Heimatland einst bei den Republikanern nicht falsch gewesen sei. "Genau das Gegenteil ist der Fall. Nach zehn Jahren ist diese Gruppierung aus dem Landtag verschwunden." Die Republikaner saßen von 1992 bis 2001 im Parlament in Stuttgart.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Libyen versinkt im Bürgerkriegschaos. Seit Monaten ringen die Konfliktparteien um eine Einigung, jedoch ohne Erfolg. Davon profitieren die IS-Terrormiliz und andere Extremisten.

12.12.2015

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat vor einem Erstarken der rechtsextremen Front National (FN) in Frankreich gewarnt. Die Franzosen hätten eine "riesige Verantwortung" zu verhindern, "dass Europa in eine Tendenz verfällt, wo der Nationalismus wieder Trumpf ist und alles, was europäisch ist, in die Brüche geht", sagte Asselborn im rbb-Inforadio.

12.12.2015

In Paris soll Geschichte geschrieben werden. Die Weltgemeinschaft will gemeinsam den Klimawandel stoppen - doch noch ist der große Wurf nicht gelungen. Alle warten gespannt auf den Textvorschlag der französischen Gastgeber.

12.12.2015
Anzeige