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«Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost» steht leicht verblast in Magdeburg an einer Straßenbahnstrecke. In den vergangenen fünf Jahren ist die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung im Osten etwas stärker gestiegen als im Westen.

«Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost» steht leicht verblast in Magdeburg an einer Straßenbahnstrecke. In den vergangenen fünf Jahren ist die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung im Osten etwas stärker gestiegen als im Westen. © Jens Wolf/Archiv

Wirtschaftspolitik

Ost-Wirtschaft holt weiter auf

26 Jahre nach der Wiedervereinigung liegt die Wirtschaftskraft in den neuen Bundesländern noch immer um mehr als ein Viertel unter dem Westniveau. Allerdings stieg die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung im Osten zuletzt etwas stärker als im Westen.

Berlin. Ostdeutschland holt bei der Wirtschaftskraft weiter zum Westen auf, liegt 26 Jahre nach der Wiedervereinigung aber immer noch um mehr als ein Viertel unter dem Niveau der alten Länder.

Das geht nach Angaben der "Schweriner Volkszeitung" aus dem aktuellen Jahresbericht der Bundesregierung zur Deutschen Einheit hervor, der an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett beraten wird. Am Sonntag hatte dies bereits die "Sächsische Zeitung" gemeldet.

Demnach stieg das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner von 1991 bis 2015 von 42,8 auf 72,5 Prozent des Niveaus der westdeutschen Bundesländer. Die Pro-Kopf-Wirtschaftskraft sei damit in Ostdeutschland aber immer noch rund 27,5 Prozent niedriger als in Westdeutschland. Auch im Vergleich zu den wirtschaftlich schwächeren alten

 

Bundesländern bestehe "noch eine erhebliche, wenngleich

 

etwas kleinere Lücke", zitiert das Blatt aus dem Bericht.

In den vergangenen fünf Jahren sei die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung im Osten etwas stärker gestiegen als im Westen. In den neuen Ländern habe es zwischen 2011 und 2015 ein nominales Plus von 12,4 Prozent gegeben, in den alten seien es 10,0 Prozent gewesen.

Ostdeutschland hat allerdings einen erheblichen Bevölkerungsrückgang zu beklagen. Seit dem Jahr 2000 gingen den neuen Ländern ohne Berlin den Angaben zufolge 6,4 Prozent ihrer Einwohner verloren. In den alten Bundesländern habe es im gleichen Zeitraum einen Bevölkerungsanstieg um 1,6 Prozent gegeben.

dpa


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