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US-Präsident Obamaspricht während des Afrika-Gipfel in Washington.

US-Präsident Obamaspricht während des Afrika-Gipfel in Washington. © Michael Reynolds

International

Obama zufrieden mit Mammut-Gipfel

US-Präsident Barack Obama möchte künftig auf regelmäßigen Gipfeltreffen mit Staatschefs aus Afrika zusammenkommen. "Dies war ein herausragendes Ereignis", sagte der US-Präsident am Mittwoch zum Ende des Mega-Gipfel mit 50 afrikanischen Staats- und Regierungschefs und ihren Delegationen in Washington.

Washington. n. Spitzenpolitiker seien sich einig gewesen, dass das Großereignis wiederholt werden müsse. Insgesamt hatten rund 5400 Menschen an der dreitägigen Veranstaltung in der US-Hauptstadt teilgenommen. In Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden befassten sie sich mit Themen rund um Wirtschaft, Entwicklung und Sicherheit auf dem Kontinent.

Überschattet wurde der Gipfel von der Ebola-Epidemie in Westafrika. Die Staatschefs von Liberia, Guinea und Sierra Leone sagten wegen der Seuche ihre Teilnahme ab. Obama sprach den Ländern US-Unterstützung zu, wollte aber den Einsatz eines experimentellen Medikaments nicht zusagen, das zwei US-Bürgern verabreicht wurde. Es sei noch nicht hinreichend getestet worden.

Trotz drängender Probleme wie Ebola, der Ausbreitung von Terrorgruppen und Menschenrechtsverstößen sowie dem Kampf gegen Korruption standen Wirtschaftsthemen im Zentrum des Treffens. Mit Investitionen in Höhe von insgesamt 33 Milliarden Dollar (24,7 Milliarden Euro) wollen die USA am Boom Afrikas kräftig mitverdienen. Allein 14 Milliarden Dollar wollten US-Firmen - darunter die Hotelkette Marriott sowie Coca Cola - auf dem Kontinent anlegen. Hinzu kämen sieben Milliarden Dollar Exporthilfen für US-Unternehmen.

Am wichtigsten seien nun die Reformen, zu denen sich die führenden Politiker der afrikanischen Ländern verpflichtet hätten, sagte Obama. So sollten Investoren angelockt und Handelsbarrieren abgebaut werden - insbesondere zwischen den Staaten Afrikas. In den USA würden durch die angekündigten Investitionen Zehntausende Jobs gefördert.

Um die Friedensbemühungen in Afrika zu stärken, wollen die USA zudem die Armeen von sechs Ländern unterstützen. Im Laufe der kommenden drei bis fünf Jahre sollten jährlich 110 Millionen Dollar (82 Mio Euro) an die Streitkräfte in Ghana, Äthiopien, Ruanda, Tansania, Uganda und dem Senegal fließen, kündigte Obama an. Es gehe nicht darum, die eigene Stellung auf dem Kontinent auszubauen, sondern mit Partnern in den jeweiligen Regionen zusammenzuarbeiten. Die Friedenstruppen in Somalia und der Zentralafrikanischen Republik sollten zudem mit mehr Material unterstützt werden.

Auch die Bemühungen der USA im Kampf gegen Hunger und Aids würden ausgebaut, sagte Obama. Interaction, ein Bündnis aus mehreren Nichtregierungsorganisationen, kündigte ihm zufolge zudem neue Mittel in Höhe von vier Milliarden Dollar an. Damit sollen demnach unter anderem mehr Medikamente sowie Impfstoffe geliefert werden.

Die "Washington Post" sah in der Großveranstaltung einen Versuch der US-Regierung, sich wieder stärker in Afrika zu engagieren und nicht China das Feld zu überlassen. China hatte die USA dem Blatt zufolge 2009 als größter ausländischer Investor auf dem Kontinent abgelöst. Das Großereignis hatte selbst erprobte Planer im Weißen Haus und im Außenministerium vor eine Herausforderung gestellt. Rund 50 Autokolonnen fuhren zwischen den Veranstaltungsorten in der Innenstadt hin und her, zeitweilig von Protestaktionen begleitet. Obama dankte deshalb den Bewohnern Washingtons für ihre Geduld.

dpa


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