Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Obama plant Initiative gegen laxe Waffengesetze
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Obama plant Initiative gegen laxe Waffengesetze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 06.01.2013
Waffengeschäft in den USA: US-Präsident will gegen laxe Waffengesetze vorgehen. Quelle: Larry W. Smith
Anzeige
Washington

Wie die "Washington Post" am Sonntag unter Berufung auf gleich mehrere Insider berichtete, will der Präsident nicht nur ein Verkaufsverbot von Sturmgewehren durchsetzen.

Die Arbeitsgruppe, die Obama nach dem Blutbad mit insgesamt 27 Toten ins Leben gerufen hatten, prüfe unter anderem auch Hintergrund-Checks bei allen Waffenkäufern. Außerdem sollen der Verkauf und der Wiederverkauf von Waffen auf nationaler Ebene beobachtet und registriert werden.

Als eine weitere Maßnahme würden schärfere Strafen gegen unerlaubtes Waffentragen etwa in der Nähe von Schulen ins Auge gefasst. Erwogen werde auch ein härteres Vorgehen gegen Personen, die Schusswaffen an Minderjährige weitergäben.

Obama hatte nach dem Massaker im Dezember zwar entschlossenes Handeln angekündigt, um eine Wiederholung derartiger Tragödien zu verhindern. Aber Einzelheiten nannte er nicht.

Als sicher galt lediglich, dass Obama den Verkauf von halbautomatischen Sturmgewehren verbieten lassen will. Dafür hatte er sich in der Vergangenheit wiederholt ausgesprochen, aber keine entsprechende Initiative ergriffen. Mit Sturmgewehren lassen sich ohne Nachladen innerhalb kürzester Zeit extrem viele Schüsse abgeben.

Um die Verschärfungen durchzusetzen, will Obama der "Washington Post" zufolge eine intensive Werbekampagne starten. Sie solle sich auch an Unternehmen richten, die Waffen verkauften. Dadurch könne die einflussreiche Waffenlobby National Rifle Association umgangen werden. Die NRA lehnt schärfere Gesetze ab und meint, im Kern müsse jeder Amerikaner in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

Bei dem Amoklauf in der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown hatte der Todesschütze Adam Lanza zehn Tage vor Weihnachten 20 Kinder, sechs Erwachsene und sich selbst erschossen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Inmitten der Unsicherheit um den Zustand des krebskranken venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ist dessen Vertrauter Diosdado Cabello am Samstag als Parlamentspräsident bestätigt worden.

06.01.2013

Linksfraktionschef Gregor Gysi soll nach einem "Spiegel"-Bericht alleiniger Spitzenkandidat seiner Partei bei der Bundestagswahl werden.Eine Doppelspitze mit seiner Stellvertreterin Sahra Wagenknecht sei vom Tisch, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Parteikreise.

06.01.2013

Nach dem Fehlstart ins Wahljahr 2013 setzen die SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf Schadensbegrenzung und ein klares soziales Profil.Während die Parteispitze nach einem Zeitungsbericht prüft, wie die jüngste Kanzlergehalts-Debatte schnell überwunden werden kann, verteidigte Steinbrück im Grundsatz sein Image als kantiger Sozialdemokrat.

06.01.2013
Anzeige