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Deutschland/Welt Obama gewinnt die Präsidentschaftswahl
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Obama gewinnt die Präsidentschaftswahl
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09:23 07.11.2012
US-Präsident Barack Obama tritt mit seiner Frau Michelle und den Töchtern Malia Ann und Sasha vor Tausende Anhänger. Quelle: dpa
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Congratulations  Mr. President!

Nach einem dramatischen Rennen ist die Entscheidung dann doch ungemein schnell gefallen: Barack Obama gewinnt die Präsidentschaftswahlen, da er neben den traditionellen Demokraten-Hochburgen auch so wichtige "Swing States" wie Michigan, Pennsylvania, New Hampshire, Wisconsin und Ohio für sich gewinnt.

All die Befürchtungen, dass es zu einem Patt oder zumindest zu einer quälend langen Auszählung kommen könnte, sind glücklicherweise nicht eingetreten. Amerika hat eine klare Entscheidung getroffen.

Trotz der hohen Arbeitslosenquote von knapp acht Prozent, trotz des extremen Staatsdefizits und trotz nur schwacher Wirtschaftswachstumszahlen vermochte es Herausforderer Mitt Romney nicht, seine Landsleute mehrheitlich von sich zu überzeugen. Knapp fünf Jahre nach der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise hätte der Republikaner eben mehr liefern müssen als nur eine Rezeptur, die aus Steuererleichterungen und einem Zusammenstreichen des Sozialstaates besteht.

Das klare Ergebnis bedeutet allerdings nicht, dass der 44. Präsident jetzt freie Bahn für sein Programm hätte. Trotz seiner Wiederwahl bleiben die Machtverhältnisse im Kongress wie sie sind: Die Republikaner verteidigten am Dienstagabend ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und die Demokraten behalten die Oberhand im Senat. Inmitten der Feiern zur Wiederwahl muss Obama auf die Republikaner zugehen, um die drohende Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten zu verhindern. Die Schuldenobergrenze von 16,4 Billionen Dollar dürfte ausgerechnet zum Jahreswechsel erreicht werden.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den Wochen und Monaten vor der Wahl: Amerika hat der Fundamentalopposition der Tea-Party-Bewegung eine Absage erteilt. Will die "Grand Old Party" zumindest im Jahr 2016 ihre Chancen zum Machtwechsel verbessern, muss sie sich von nun an konstruktiver zeigen.

(Stefan Koch)

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