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Kinder sitzen im Sci-Tech Complex in Pjöngjang an Computerarbeitsplätzen mit Blick auf eine Unha-3-Rakete.

Kinder sitzen im Sci-Tech Complex in Pjöngjang an Computerarbeitsplätzen mit Blick auf eine Unha-3-Rakete. © Franck Robichon/Archiv

Konflikte

Nordkorea verpatzt offenbar zwei Raketentests am selben Tag

Nordkorea arbeitet unter Hochdruck an Mittel- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können. Doch scheint das Land mit den jüngsten Tests wenig Erfolg zu haben. Am Donnerstag soll es gleich zwei Fehlschläge gegeben haben.

Seoul. Nordkorea sind nach Angaben Südkoreas innerhalb von zwei Wochen offensichtlich drei Tests einer Mittelstreckenrakete desselben Typs misslungen.

Nach einem gescheiterten Test Mitte April ging der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte davon aus, dass Nordkorea am Donnerstag an der Ostküste zwei weitere Mittelstreckenraketen abgefeuert hat, eine am Morgen, eine am Abend.

Die erste Rakete sei "nach wenigen Sekunden" abgestürzt, hieß es aus Militärkreisen. Wie weit die zweite flog, sei zunächst unklar gewesen. Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Mittelstrecken- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können.

Südkoreas Außenministerium warf dem Nachbarland nach dem ersten Test am Morgen "provokatives Verhalten" vor. Nordkorea habe damit gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen. Nach diesen Resolutionen ist dem wegen seines Atom- und Raketenprogramms isolierten Land der Test ballistischer Raketentechnik untersagt.

Bei den jüngsten Starts soll Nordkorea erneut versucht haben, eine Musudan-Rakete mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern zu testen. Der Fehlschlag beim ersten Start sei von US-Aufklärungssatelliten beobachtet worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärs. Eine Musudan könnte theoretisch Ziele auf der US-Pazifikinsel Guam treffen.

Die Rakete, die Nordkorea vor zwei Wochen gestartet hatte, war nach Einschätzung Südkoreas kurz nach dem Abheben in der Luft explodiert. Von dem kommunistischen Regime in Pjöngjang gab es dafür keine Bestätigung. Es wäre der erstmalige Test einer Musudan-Rakete gewesen. Der UN-Sicherheitsrat hatte den mutmaßlich gescheiterten Raketentest verurteilt.  

dpa


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