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Nordkorea unterstellt den USA und Südkorea, einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel vorzubereiten.

Nordkorea unterstellt den USA und Südkorea, einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel vorzubereiten. © Kcna/Archiv

Konflikte

Nordkorea droht USA und Südkorea mit atomarem Erstschlag

Nicht zum ersten Mal droht Nordkorea mit einem Atomschlag. Solche Töne sind gängig, wenn Südkorea und die USA Manöver abhalten. Es gibt aber auch andere Gründe, warum das Regime in Pjöngjang so gereizt reagiert.

Seoul. Nordkorea hat zu Beginn eines alljährlichen Militärmanövers der USA und Südkoreas mit einem atomaren Erstschlag gedroht. Nordkoreas Volksarmee unterstellte beiden Ländern, einen Atomkrieg auf der Halbinsel vorzubereiten.

Sollte es die geringsten Anzeichen einer Aggression geben, werde Nordkorea "die Hochburg der Provokation durch einen Erstschlag in koreanischem Stil in einen Haufen Asche verwandeln", wurde ein Armeesprecher von den Staatsmedien zitiert.  

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye warnte unterdessen ihre Landsleute, dass Nordkoreas Regime "Zeichen ernsthafter Risse" zeige. Nordkorea könne daher zu Provokationen übergehen. 

Die USA und Südkorea bestreiten die üblichen Vorwürfe des wegen seines Atomprogramms international isolierten Regimes in Pjöngjang, mit ihren Militärübungen einen Angriff vorzubereiten. Nordkorea sei über den Beginn des jetzigen Manövers informiert worden, teilten die US-Streitkräfte Korea (USFK) in Südkorea wie üblich mit.

Zweck des zwölftägigen Manövers "Ulchi Freedom Guardian" (UFG) sei es, "die Bereitschaft der Alliierten zu verbessern", heißt es weiter. Es nähmen etwa 25 000 US-Soldaten teil. Nach Berichten südkoreanischer Medien beteiligen sich außerdem 50 000 Soldaten aus Südkorea. Im Zentrum der Übung stehen computergestützte Simulationen eines Krieges auf der koreanischen Halbinsel.  

Dass das kommunistische Regime Nordkoreas seine Rhetorik verschärft, während auf der anderen Seite der Grenze amerikanisch-südkoreanische Manöver stattfinden, ist nicht ungewöhnlich. Die Spannungen verschärften sich allerdings zuletzt durch die Ankündigung Washingtons und Seouls, im nächsten Jahr ein weiteres US-Raketenabwehrsystem in Südkorea zu stationieren. Dazu gab Seoul in der vergangenen Woche bekannt, der stellvertretende nordkoreanische Botschafter in London habe sich nach Südkorea abgesetzt.

Vor dem Hintergrund der Flucht sagte Südkoreas Präsidentin, die Möglichkeit der Instabilität innerhalb der nordkoreanischen Führung nehme zu, da selbst Angehörige der Elite sich ins Ausland absetzten. "Die Loyalität der Elite beginnt zu schwinden", äußerte Park nach Berichten südkoreanischer Medien bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats. Beobachter spekulierten, dass der geflohene Diplomat der südkoreanischen Regierung wertvolle Informationen über das Regime in Pjöngjang liefern könnte.

dpa


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