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Deutschland/Welt Neue Runde im Atomstreit zwischen Israel und Iran
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Neue Runde im Atomstreit zwischen Israel und Iran
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13:35 26.07.2012
Israels Verteidigungsminister Barak hat zu einem energischen Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm aufgerufen. Quelle: Soeren Stache
Tel Aviv

g. "Es ist mir jedoch völlig klar, dass es sehr viel komplizierter, gefährlicher und teurer im Hinblick auf Menschenleben und Ressourcen wäre, gegen die bereits vollendete Bedrohung vorzugehen", sagte Barak in einer offensichtlichen Anspielung auf einen Militärschlag.

Der Iran reagierte auf die Äußerungen Baraks wie gewohnt mit einem Gegenangriff. "Auch unsere Feinde wissen, dass der Iran keine Atombomben haben will, und die Welt sich eher Sorgen um die bereits existierenden Atomwaffen des zionistischen Regimes (Israel) machen sollte", sagte Mohamed Hosseini-Schahrudi, Vertreter des iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei in Westiran, nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars.

"Ein nuklear aufgerüsteter Iran ist eine Bedrohung für die gesamte Weltordnung", sagte Barak ferner. "Es wird zu einem atomaren Rüstungswettlauf in der Region führen - Staaten wie Saudi-Arabien, die Türkei und das neue Ägypten werden es sich nicht erlauben können, hinterherzuhinken." Barak warnte davor, dass der Iran mit einer Atombombe die Nachbarstaaten einschüchtern könnte.

Israel fühlt sich von dem iranischen Atomprogramm existenziell bedroht. Israelische Politiker haben schon mehrmals indirekt mit einem Militärschlag gegen die Atomanlagen gedroht. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel einer zivilen Forschung Atomwaffen zu entwickeln. Die Führung in Teheran bestreitet das.

Barak sagte, die USA hätten vollstes Verständnis dafür, "dass Israel allein die höchste Verantwortung für Entscheidungen trägt, die mit der Sicherheit und Zukunft Israels zusammenhängen". Israel und die USA seien sich einig, "dass eine atomare Aufrüstung des Irans mit Entschlossenheit verhindert werden muss und daher keine der Optionen vom Tisch genommen werden kann".

dpa

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