Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Netzagentur ruft Post-Kunden zum Wechsel zur Konkurrenz auf
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Netzagentur ruft Post-Kunden zum Wechsel zur Konkurrenz auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 14.12.2009
Anzeige

Bonn. Netzagentur-Chef Matthias Kurth appellierte am Montag „an die Verbraucher, bestehende Chancen zum Wechsel des Postanbieters intensiver zu prüfen“. Der Wettbewerb auf dem Postmarkt ist laut Monopolkommission „miserabel“.

Der Appell, den Postanbieter zu wechsel, richte sich an alle Privat- und Geschäftskunden, die noch nicht alle Möglichkeiten nutzen, erklärte Netzagentur-Chef Kurth. In den kommenden Jahren werde die Auswahl unter den Post-Anbietern weiter steigen. „Insgesamt werden neue Angebote im Briefmarkt mit zusätzlichen Auswahlmöglichkeiten den Markt beleben und verändern.

Auch erwarte die Verbraucher in den kommenden Jahren ein wachsendes Angebot neuer Versandmöglichkeiten für Briefe über das Internet, erklärte Kurth. Solche Produkte würden bereits in Kürze angeboten. Verbraucher könnten damit über das Internet etwa vertrauliche Behördenschreiben als E-Mail abschicken, und diese elektronischen Schreiben würden dann auch von den Ämtern anerkann

Laut Bundesnetzagentur gibt es derzeit neben der Deutschen Post rund 750 überwiegend kleine Anbieter für Briefdienstleistungen. Ihr Marktanteil liege wie 2008 unverändert bei zehn Prozent. Die Monopolkommission in Bonn nannte die Mehrwertsteuerbefreiung für die Deutsche Post und die Einführung des Mindestlohns für Briefzusteller als Gründe dafür. Die „formal erfolgte Liberalisierung“ des Marktes sei dadurch konterkariert worden, erklärte die Kommission. Die Marktdominanz der Deutschen Post sei nicht nur erhalten geblieben, sondern habe sich sogar noch verstärkt.

Der von der Deutschen Post dominierte Arbeitgeberverband Postdienste und die Gewerkschaft Verdi hatten einen Mindestlohntarifvertrag geschlossen, der Ende 2007 für allgemeinverbindlich erklärt worden war - auch für die Wettbewerber. Da die Beschäftigten der Post überwiegend nach Haustarif bezahlt werden, sei die Mehrzahl der Beschäftigten, die den Mindestlohn bekommen, bei den Wettbewerbern angestellt, kritisierte die Monopolkommission. So sei es der Post gelungen, die Arbeitskosten ihrer Wettbewerber zu erhöhen. Die Mehrwertsteuerbefreiung verschaffe dem Unternehmen hingegen einen Kostenvorteil von fast 19 Prozent gegenüber den mehrwertsteuerpflichtigen Konkurrenten.

AFP

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die afrikanischen Staaten verweigern die Fortsetzung der Verhandlungen auf der Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen.

14.12.2009

In Italien ist nach der Attacke auf Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine Debatte über Sicherheitslücken entbrannt. Der italienische Regierungschef muss nach dem Angriff eines geistig verwirrten Mannes offenbar länger im Krankenhaus bleiben als angenommen.

14.12.2009

Vertreter von Gewerkschaften, Kirchen und Hilfsorganisationen fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sich in Kopenhagen für einen Erfolg der Klimaverhandlungen einzusetzen.

14.12.2009
Anzeige