Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Nach Hamburg: Was sind die Konsequenzen?
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Nach Hamburg: Was sind die Konsequenzen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:06 31.07.2017
Vor dem Edeka sind Blumen niedergelegt worden. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Dieser Reflex war vorhersehbar: Nach der tödlichen Messerattacke eines ausreisepflichtigen Asylbewerbers in Hamburg wird der Ruf nach einer schärferen Abschiebepraxis wieder lauter. Doch auch wenn sich jetzt wieder bekannte Scharfmacher wie CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer zu Wort melden, sollte man sich davor hüten, diese Meinungen als rein populistisch und dem Bundestagswahlkampf geschuldet abzutun.

In der Tat gibt es einige Punkte, die dringend hinterfragt werden müssen. Schließlich handelt es sich bei dem Attentäter um einen den Behörden bekannten Mann, dessen Asylbegehren bereits abgelehnt worden war. Über allem steht die Frage, warum es nicht möglich war, diesen Mann, bei dem eine Radikalisierung wohl bereits im Vorfeld erkennbar gewesen sein soll, in Abschiebehaft zu nehmen? Hierzu sollten die Politik und die zuständigen Behörden schnell Antworten finden. War es falsch verstandene Toleranz, ein Mangel an Information, eine Lücke in der Gesetzgebung oder einfach nur Überlastung in den zuständigen Ämtern? Auch wenn keine dieser Antworten befriedigend wäre – dieser Fall darf nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Von Harald Thiel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Freitag war unklar: Ist die Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt die spontane Tat eines psychisch labilen Mannes – oder ein islamistischer Anschlag? Jetzt erhärtet sich die zweite These. Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit Montag gegen den Attentäter.

31.07.2017

Bald könnte ein Blick in die Kamera genügen, um sich auszuweisen. Internet-Konzerne und Sicherheitsbehörden scannen großflächig die Gesichter von Nutzern und Passanten ab. Das soll die Sicherheit und Kundenkomfort erhöhen. Findet eine Rundum-Überwachung in Echtzeit statt?

31.07.2017

Nach neuen Enthüllungen in der Dieselaffäre fordert SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Aufteilung und Neuorganisation des Kraftfahrtbundesamtes. „Die Kontrolle der Autoindustrie muss grundsätzlich neu strukturiert werden“, sagte Schulz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

31.07.2017
Anzeige