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Deutschland/Welt Nach GSG-9-Einsatz in Freital weitere Ermittlungen
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07:32 20.04.2016
Polizisten der Antiterroreinheit GSG 9 waren in Freital im Einsatz. Quelle: Oliver Berg/Symbolbild
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Karlsruhe/Freital

Nach dem GSG-9-Einsatz gegen unter Terrorverdacht stehende Rechtsextremisten im sächsischen Freital gehen die Ermittlungen weiter. "Der Ermittlungskomplex ist durchaus größer, und weitere Aktivitäten laufen derzeit", sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Details nannte er nicht. Die Haftbefehle sollten den fünf am Dienstag festgenommenen Verdächtigen bis heute eröffnet werden. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft war ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs dafür am Dienstag aus Karlsruhe nach Dresden gereist. Er habe auch über den Vollzug der Untersuchungshaft zu entscheiden. Inwieweit das bereits geschehen ist, war zunächst nicht bekannt.

Die Bundesanwaltschaft wirft den vier Männern im Alter von 18 bis 39 Jahren und einer 27-jährige Frau vor, zusammen mit Komplizen die rechtsterroristische "Gruppe Freital" gegründet und Asylbewerberheime sowie Wohnungen von politischen Gegnern angegriffen zu haben. Vier von ihnen werden versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Außerdem sollen sie für zwei Sprengstoffexplosionen und Sachbeschädigungen verantwortlich sein. Dem fünften Verdächtigen wird unter anderem versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Drei weitere Verdächtige, die ebenfalls zur "Gruppe Freital" gehören sollen, sitzen bereits seit November 2015 in Untersuchungshaft. Gegen sie hatte das Amtsgericht Dresden Haftbefehle wegen Sprengstoffexplosionen und anderer Straftaten erlassen. Am 11. April hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen zu den Beschuldigten übernommen.

Zusammen mit der Spezialeinheit der Bundespolizei GSG 9 hatten Ermittler am Dienstagmorgen mehrere Wohnungen und andere Räumlichkeiten in Sachsen durchsucht. Durch den Zugriff seien weitere mögliche Anschläge der Gruppe verhindert worden, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin.

dpa

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