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Das Gebäude sollte im Frühjahr fertiggestellt werden und bis zu 120 Flüchtlinge beherbergen.

Das Gebäude sollte im Frühjahr fertiggestellt werden und bis zu 120 Flüchtlinge beherbergen. © SDMG/Friebe

Kriminalität

Nach Brandanschlag demonstrieren Bürger gegen Fremdenhass

Ein Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft beunruhigt Politik und Bevölkerung in Schwäbisch Gmünd. Die Stadt will ein Signal gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.

Schwäbisch Gmünd. Brandstifter haben an Weihnachten in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd Feuer gelegt. Die Politik reagierte entsetzt, Forderungen nach verstärkten Sicherheitsmaßnahmen wurden laut.

Die Stadt will über Parteigrenzen hinweg vor allem ein Signal gegen Fremdenfeindlichkeit setzen, Bürger demonstrierten vor dem beschädigten Gebäude. Die Polizei suchte nach Spuren von Brandbeschleunigern, Hinweise auf die Täter gab es bislang nicht.

Bei dem Brand am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags wurde niemand verletzt. Die Schäden an dem noch nicht fertigen Gebäude hielten sich in Grenzen, weil die Flammen schnell entdeckt wurden. "Wir können da relativ flott weiterbauen", sagte ein Sprecher der Stadt Schwäbisch Gmünd. Die Unterkunft soll vom Frühjahr an bis zu 120 Flüchtlingen eine Bleibe bieten.

Im Sommer hatte es vermehrt in Unterkünften für Asylbewerber im Südwesten gebrannt, meist bevor diese bezogen wurden. In einigen Fällen handelte es sich um gezielte Anschläge. Die Ermittler sind nahezu sicher, dass sich auch der Brand in Schwäbisch Gmünd nicht selbst entzündet hat. Ob es sich um eine politisch motivierte Tat handelt, sei noch unklar, hieß es bei der Polizei.

Der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold (CDU), sprach von einer "ganz feigen Tat". Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte: "Ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim ist immer auch ein Angriff auf unsere Gesellschaft."

dpa


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