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Rechtsextreme Israelis demonstrieren in Jerusalem. Israelische Politiker wollen härter gegen jüdische Extremisten vorgehen. Foto: Jim Hollander/Archiv

Rechtsextreme Israelis demonstrieren in Jerusalem. Israelische Politiker wollen härter gegen jüdische Extremisten vorgehen. Foto: Jim Hollander/Archiv

Extremismus

Nach Anschlag auf Palästinenser bittet Israel Bürger um Hilfe

Nach dem Brandanschlag auf zwei palästinensische Häuser im Westjordanland hat die israelische Polizei die eigene Bevölkerung zur Mithilfe bei der Aufklärung des Falles aufgerufen.

Tel Aviv. "Jeder, der eine Information oder Detailwissen hat, das helfen könnte, den Mord aufzuklären, wird gebeten, die Behörden zu benachrichtigen", hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Bei dem Attentat war ein 18 Monate alter Palästinenserjunge ums Leben gekommen. Als mutmaßliche Täter gelten militante israelische Siedler.

Israelische Sicherheitsbehörden verhafteten am Montagabend einen rechten Aktivisten, der an "kriminellen, nationalistischen Aktivitäten" beteiligt sein soll. Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um Meir Ettinger, einen Enkel des rechtsradikalen Rabbiners Meir Kahane, dessen Kach-Bewegung 1988 als rassistisch verboten wurde.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte, dass seiner Meinung nach Anschläge auf Juden in Israel von der Weltöffentlichkeit wenig beachtet würden. In einem Krankenhaus in Jerusalem besuchte Netanjahu eine Frau, die verletzt wurde, als ein mutmaßlich militanter Palästinenser am Montagabend einen Brandsatz auf ihr Auto geworfen hatte. "Vor einigen Tagen hat die internationale Gemeinschaft in meine Verurteilung von Terrorismus gegen Araber eingestimmt." Er erwartet, dass dasselbe bei Terrorismus passiert, der gegen Juden gerichtet sei.

dpa


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