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Deutschland/Welt Muslimischer Schützenkönig: Bundesbeauftragte schaltet sich ein
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16:49 05.08.2014
Schützenkönig Mithat Gedik beim Schützenfest in Werl-Sönnern. Foto: Klaus Tomicek
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Werl

d.

Der Pressesprecher des Dachverbandes BHDS verwies am Dienstag auf eine Sondersitzung zum Fall Gedik an diesem Mittwoch. "Die Situation wird beraten und anschließend gibt es ein Ergebnis", sagte Sprecher Rolf F. Nieborg der Nachrichtenagentur dpa. Er kündigte für Mittwochabend eine Erklärung an.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass der BHDS die Abdankung des muslimischen Schützenkönigs Mithat Gedik fordert, weil er kein Christ ist, wie es die Satzung der Schützenbruderschaft in Werl-Sönnern verlangt.

In dem Brief der Antidiskriminierungsstelle, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, weist Lüders den BHDS auf den Vereinszweck der Schützenbruderschaft in Werl hin, nämlich den "Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Brüderlichkeit". "Was könnte besser dem Vereinszweck dienen als ein muslimischer Schützenkönig?", fragt Lüders.

Bayerische Schützenvereine sehen in einem muslimischen Schützenkönig in ihren Reihen kein Problem. "In Bayern spielt das gar keine Rolle, welcher Religion oder Ausrichtung jemand angehört", betonte der Geschäftsführer des Bayerischen Sportschützenbundes, Alexander Heidel, am Dienstag. Im Gegenteil: "Integration spielt bei den bayerischen Schützen seit jeher eine große Rolle." Anders als in anderen Bundesländern sind unter dem Dach des Bayerischen Sportschützenbundes sowohl Schießsport-Anhänger als auch Schützen zusammengeschlossen, bei denen eher die Traditionspflege im Vordergrund steht.

dpa

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