Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Monti will mit Parteien der Mitte in den Wahlkampf
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Monti will mit Parteien der Mitte in den Wahlkampf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 28.12.2012
Monti war wegen mangelnder Unterstützung vom Amt des Ministerpräsidenten zurückgetreten. Im Februar soll in Italien neu gewählt werden. Quelle: Giuseppe Lami
Anzeige
Rom

Er habe ein solches Angebot für die Wahl Ende Februar akzeptiert, gab er am Freitag in Rom offiziell bekannt.

Zuvor hatte er bereits seine Bereitschaft dazu erklärt. Die Parteien des Zentrums hätten ihm "glaubwürdig und reichlich Unterstützung" zugesichert für sein Reformprogramm, das er am vergangenen Wochenende präsentiert hatte.

Der Chef der bisherigen Experten-Regierung hatte mit den Christdemokraten, verschiedenen Mitgliedern seiner Regierung, Abweichlern der Mitte-Rechts- und der Mitte-Links-Parteien sowie Ferrari-Boss Luca Cordero di Montezemolo beraten. Mit der Nominierung wird der 69-jährige Ökonom Kandidat des Bündnisses für das Amt des Premierministers. Er konkurriert somit zugleich mit seinem Amtsvorgänger als Regierungschef Silvio Berlusconi vom Mitte-Rechts-Block und dem Chef der Demokratischen Partei (PD) Pier Luigi Bersani, der ein Mitte-Links-Bündnis führt.

Monti will sich aber nicht um ein Parlamentsmandat bewerben, weil er als Senator auf Lebenszeit dort bereits einen Sitz hat. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sein Bündnis bei der Wahl "signifikante Ergebnisse" erreichen wird.

Der Wirtschaftswissenschaftler hatte nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Berlusconi im November 2011 die Regierung übernommen, um das Land aus der Krise zu führen. Er brachte in der Schuldenkrise zahlreiche Reformen auf den Weg. Unter den Sparmaßnahmen hat aber die Zustimmung der Bevölkerung zu seiner Politik gelitten.

In den Umfragen liegt der PD-geführte Block mit rund 40 Prozent vorn. Er hätte aber keine Mehrheit im Senat sicher und könnte von einer Allianz unter Monti abhängig sein, dessen Bündnis auf 10 bis 15 Prozent kommen könnte. Berlusconis Bündnis einschließlich der anti-europäischen Lega Nord liegt demnach derzeit bei 20 bis 25 Prozent.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Krisensitzung im Weißen Haus: US-Präsident Barack Obama hat am Freitag mit führenden Kongressmitgliedern beraten, um doch noch einen Kompromiss im Haushaltsstreit mit den Republikanern zu erreichen.

28.12.2012

Steuerskandale ohne Ende in Griechenland: Der Fall einer 2010 verschwundenen und jetzt wieder aufgetauchten elektronischen Datei mit 2062 mutmaßlichen griechischen Steuersündern schlägt erneut hohe Wellen.

28.12.2012

Nur eine verschwindend geringe Zahl von Berufstätigen hat 2012 die Pflegezeit für Familien genutzt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber hätten das Gesetz in den ersten zwölf Monaten in nicht mehr als 200 Einzelfällen in Anspruch genommen.

28.12.2012
Anzeige